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Welt Energiemarkt – Erdgas und Erdöl unverzichtbar

Energieversorgung von 1800 bis 2040 Der Energiemix der Welt ändert sich erheblich langsamer als viele meinen, aber die Dynamik hat in den letzten Jahrzehnten kräftig zugenommen.

Energieversorgung von 1800 bis 2040

Der Energiemix der Welt ändert sich erheblich langsamer als viele meinen, aber die Dynamik hat in den letzten Jahrzehnten kräftig zugenommen. Die Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert löste die erste große Strukturänderung in der Energienachfrage aus. Davor wurde nur traditionelle Biomasse wie Holz oder Dung als Energieträger genutzt. Nun wurde Kohle wichtig. Aber erst seit etwa 1900 deckte sie die Hälfte des Weltenergiebedarfs – damals gerade einmal 10 Prozent des Energiebedarfs des Jahres 2000.

Tabelle — Globaler Energiemix 1800 bis 2040

Die moderne Erdölindustrie begann 1859 mit der ersten kommerziellen Bohrung in Pennsylvania, USA. Es dauerte jedoch noch mehr als ein Jahrhundert, bis Erdöl Kohle als Energieträger Nr. 1 ablöste. Dennoch ist Kohle heute noch nach Erdöl und Erdgas der drittgrößte Energieträger – und das wird sich bis 2040 auch nicht ändern. Die Entwicklung des Energiemix zeigt deutlich: Es kommen zwar neue Energieträger hinzu, aber sie verdrängen die alten nicht, sondern ergänzen sie, um den ständig wachsenden Energiebedarf der Welt zu decken.

Globaler Energiemix 2014

Weltweit wurden 2014 knapp 550 Billiarden BTU (British Thermal Units) Primärenergie verbraucht. Diese gewaltige Menge entspricht rund 98 Milliarden Barrel Öläquivalent.

Tabelle — Globaler Energiemix im Jahr 2014

Unterschieden nach Energieträgern zeigt sich deutlich, dass Erdöl, Erdgas und Kohle heute mit über 80 Prozent den entscheidenden Beitrag zur Energieversorgung der Welt leisten. Wind, Solarenergie und moderne Biokraftstoffe hingegen tragen zusammengenommen erst etwa 1 Prozent bei.

80 Prozent

Erdöl, Erdgas und Kohle decken heute über 80 Prozent des Weltenergiebedarfs.

Erdgas Ressourcen reichen noch über 200 Jahre

Mit den weltweit verbleibenden Ressourcen an Erdgas könnte man den aktuellen Bedarf noch mehr als 200 Jahre lang decken.

Tabelle — Weltweit verbleibende Erdgas Ressourcen

Mit konventionellen Produktionstechniken allein sind diese Ressourcen allerdings nicht förderbar. Dazu ist die Entwicklung von Erdgasvorkommen aus unkonventionellen Lagerstätten wie Schiefergesteinen oder Kohleflözen notwendig.

Förderung von Erdgas

Seitdem Erdgas auch aus unkonventionellen Lagerstätten gefördert wird, steigt Nordamerikas Produktion schnell an. Weltweit nimmt sie aktuell die Spitzenposition ein. Gleiche Möglichkeiten ergeben sich auch in Südamerika und in der asiatisch-pazifischen Region, sie werden dann einen bedeutenden Beitrag zur Erdgasversorgung leisten können.

Tabelle — Erdgasförderung 2015 vs. 2014
 

In Russland und Zentralasien liegen die größten konventionellen Erdgaslagerstätten. Sie haben deshalb auch den zweithöchsten Anteil an der Erdgasförderung.

Erdgasverbrauch

Nur in Amerika, im Nahen Osten und in Russland / der Kaspischen Region wird mehr Erdgas gefördert als benötigt.

Alle anderen Regionen müssen zur Deckung ihres Verbrauchs Erdgas importieren.

Tabelle — Erdgasverbrauch 2015 vs. 2014
 

Wegen der großen Erdgasvorkommen in unkonventionellen Lagerstätten wird Nordamerika bald Erdgas exportieren statt zu importieren. Im asiatisch-pazifischen Raum dagegen wird der Erdgasverbrauch noch weiter steigen, so dass diese Region auch in Zukunft Erdgas importieren wird.

80 Prozent der Erdöl Ressourcen sind noch im Boden

Seit Beginn der kommerziellen Erdölförderung wurden weltweit bisher 1.200 Milliarden Barrel (1 Barrel = 159 Liter) Erdöl produziert. Es gibt nach Schätzungen der Internationalen Energie Agentur (IEA) noch weitere 4.500 Milliarden Barrel Erdöl Ressourcen. Das heißt, etwa 80 Prozent der gesamten weltweiten Ressourcen wurden noch nicht gefördert.

Tabelle — Weltweit verbleibende Erdöl Ressourcen

Nordamerika, Russland / Kaspische Region und der Nahe Osten verfügen über die umfangreichsten Ressourcen an Erdöl.

Globale Erdölförderung: ein Drittel aus dem Nahen Osten

Aktuell sind die Länder des Nahen Ostens mit Abstand die größten Erdölförderer: Fast ein Drittel der globalen Förderung stammt aus dieser Region.

Tabelle — Erdölförderung 2015 vs. 2014
 

Globale Erdöl Verarbeitung: ein Drittel in Ostasien

Die Region Asien Pazifik, besonders China, Japan und Indien, verfügt über die weltweit größten Raffineriekapazitäten. In dieser Region ist auch der Mineralölbedarf am höchsten.

Tabelle — Raffineriekapazitäten 2015 vs. 2014

Tabelle — Mineralölverbrauch 2015 vs. 2014

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