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Projektbeschreibung „Erdöl aus Rühlermoor“

ExxonMobil fördert seit den 1950er Jahren im Emsland Erdöl. Bereits heute wird die Ölförderung in Rühlermoor durch die Injektion von Wasserdampf, der die Fließeigenschaften des Rohöls verbessert, unterstützt.

Das Erdölfeld Rühlermoor wurde bereits im Jahr 1949 entdeckt und ist eines der größten in Deutschland. Es ist Bestandteil eines Gürtels von Ölfeldern, der sich von Bramberge bis in die Niederlande erstreckt. Die Förderanlagen befinden sich im westlichen Emsland (Niedersachsen), in Nachbarschaft zur deutsch-niederländischen Grenze, auf den Gebieten der Stadt Meppen, den Gemeinden Geeste und Twist im „Bourtanger Moor“.

Übersichtskarte Ölfelder Emsland
Foto — Übersichtskarte Ölfelder Emsland

Im Feld Rühlermoor sind von den ursprünglich vorhandenen 100 Millionen Tonnen bisher nur rund 30 Millionen Tonnen gefördert worden. Diese geringe Ausbeute liegt an den besonderen Fließeigenschaften des sehr zähen Rohöls, das sich nur sehr schlecht aus den Poren des Speichergesteins löst und damit den Zufluss zur Fördersonde behindert. Deshalb wird bereits seit 1980 bei der Förderung heißer Wasserdampf eingepresst. Er verflüssigt das Erdöl soweit, dass es sich leichter aus dem Gestein löst und zu den Förderbohrungen fließen kann. Dieser Prozess wird Thermalförderung genannt. Es ist nun geplant, durch weitere Dampfinjektion die Förderrate zu erhöhen, und zwar auf ca. 50-60% in den nächsten Jahrzehnten.

Zur Herstellung des Dampfes soll aufbereitetes Lagerstättenwasser verwendet werden. Bei Lagerstättenwasser handelt es sich um Wasser, das sich natürlicherweise in der Lagerstätte befindet und durch die Förderung des Erdöls zutage kommt.

Neben der langfristigen Sicherung der Erdölproduktion im Emsland und den damit zusammenhängenden Investitionen in die Region werden auch erhebliche Verbesserungen im Umweltbereich erzielt:

  • Durch Umstellung von Frischwasser auf aufbereitetes Lagerstättenwasser zur Dampfproduktion wird kein Grundwasser mehr benötigt.
  • Durch Installation einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) wird eine hocheffiziente Energieversorgung erreicht. Darüber hinaus wird Strom in das öffentliche Netz eingespeist.
  • Durch die Modernisierung des Leitungsnetzes wird die Integrität der Erdölproduktion langfristig gesichert.

Erfahren Sie hier, welche Maßnahmen das Projekt umfasst.

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