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Globaler Energy Outlook

Der Outlook for Energy beschreibt ExxonMobils Sicht auf die weltweite Entwicklung von Energieangebot und -nachfrage bis zum Jahr 2040. Seine Ergebnisse bilden die Grundlage unserer unternehmerischen Strategien und helfen bei Investitionsentscheidungen.

Wir befinden uns mitten in einer bedeutenden Energiewende. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Gestaltung unserer gemeinsamen Energiezukunft. Hierzu gehören auch die Ziele und Maßnahmen der politischen Entscheidungsträger, die Wohlstand fördern und gleichzeitig den Risiken des Klimawandels gerecht werden wollen. Das im Dezember 2015 verabschiedete Übereinkommen von Paris1 zum Klimaschutz liefert wichtige Erkenntnisse über die Absichten der Vertragsstaaten, Treibhausgasemissionen durch die Ausarbeitung und Umsetzung national festgelegter Klimaschutzziele (sogenannter NDCs - Nationally Determined Contributions) zu senken. Die politischen Maßnahmen zur Erreichung der in den NDCs formulierten Ziele werden sich auf die Energieversorgung und  -nutzung quer durch die Gesellschaft auswirken.

Unter sorgfältiger Abwägung von Kosten und Nutzen sind gut durchdachte und transparente politische Konzepte erforderlich, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und gleichzeitig spürbare Fortschritte bei den im Abkommen von Paris formulierten Klimazielen zu erreichen.

Auch der technische Fortschritt wird für die Verbesserung des Lebensstandards bei gleichzeitiger Eindämmung der Klimarisiken eine entscheidende Rolle spielen. Der Energiebereich unterliegt einem laufenden Wandel durch technische Neuerungen. Viele Technologien, die vor fünf bis zehn Jahren noch kaum verbreitet waren, spielen heute eine wichtige Rolle. Diese Entwicklung wird sich künftig noch weiter verstärken. Beispiele hierfür sind Wind- und Solarstrom, unkonventionelles Öl und Gas sowie Elektroautos. Wenn wir die Herausforderung meistern wollen, die Risiken des Klimawandels einzudämmen und gleichzeitig den Lebensstandard der Menschen zu verbessern, benötigen wir weiteren technischen Fortschritt.

Im diesjährigen Outlook for Energy haben wir den Abschnitt „Pursuing a 2 oC Pathway“ (Wege zum Zwei-Grad-Klimaziel) neu aufgenommen. In diesem Abschnitt wird die vom Energy Modeling Forum der Stanford University2 koordinierte Forschungsarbeit vorgestellt. Es werden verschiedene Wege dargestellt, wie sich der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2 oC begrenzen ließe und welche Auswirkungen diese Wege auf die Energieintensität, die CO2-Intensität des weltweiten Energiemixes und die weltweite Nachfrage nach verschiedenen Energieträgern haben könnten. Der Abschnitt schließt mit einer Erörterung der Notwendigkeit, praxistaugliche und kostendeckende Lösungen zu entwickeln, die es ermöglichen, mehrere Ziele gleichzeitig anzugehen.

In unserem Outlook for Energy prognostizieren wir, dass es bis zum Jahr 2040 weltweit zu wesentlichen Veränderungen kommen wird, die zu einer Verbesserung des Lebensstandards der Menschen, einem Wandel der Energienutzung, einem besseren Zugang zu reichlich vorhandener Energie und zu einer beschleunigten Dekarbonisierung der weltweiten Energiesysteme zur Eindämmung der Risiken des Klimawandels führen.

Jeder kann etwas tun

Sieben Milliarden Menschen prägen das weltweite Energiesystem und haben direkten Einfluss auf die Faktoren, die die Energienachfrage bestimmen. Energie hat Auswirkungen auf Wirtschaft, Sicherheit und das Erreichen von Umweltschutzzielen. Energielösungen können sich im Laufe der Zeit und abhängig von äußeren Umständen verändern. Führen Sie sich einmal vor Augen, was der Zugang zu Energie für Ihr eigenes Leben bedeutet, und wie dies bei Milliarden von anderen Menschen auf der ganzen Welt aussieht. Vergleichen Sie Ihre eigenen Schlussfolgerungen zur Energiezukunft mit denen im Outlook for Energy.

Unser modernes Leben ist ohne Energie nicht denkbar. Eine Weltbevölkerung von mehr als neun Milliarden Menschen im Jahr 2040 stellt uns vor die Herausforderung, den Lebensstandard auf der ganzen Welt zu verbessern. Wir glauben, dass die menschliche Innovationskraft und die Energie, die ein besseres Leben ermöglicht, die Motoren des Fortschritts sind.

Die wesentlichen Trends auf einen Blick

Hier beschreiben wir in wenigen Worten die wichtigsten Trends, die für die Entwicklung der weltweiten Energielandschaft bis zum Jahr 2040 eine wesentliche Rolle spielen werden.

  • Energie treibt moderne Volkswirtschaften und die Verbesserung weltweiter Lebensstandards an

    Bis 2030 wird die finanzielle Mittelschicht weltweit von drei auf über fünf Milliarden Menschen anwachsen. Dieses Wachstum geht einher mit einem deutlich höheren Lebensstandard, der zu einer Steigerung des Energieverbrauchs in vielen Schwellenländern führen wird, da die Menschen moderne Unternehmen gründen und Zugang zu Autos, Elektrogeräten und Wohnungen mit Klimaanlage haben.

  • Die weltweite Energienachfrage steigt um etwa 25 Prozent und entfällt größtenteils auf Nicht-OECD-Länder

    Trotz Verbesserungen der Energieeffizienz wird die weltweite Energienachfrage um fast 25 Prozent steigen. Fast das gesamte Nachfragewachstum entfällt auf Nicht-OECD-Länder wie China oder Indien, wo die Nachfrage um circa 40 Prozent steigen wird. Dies entspricht in etwa dem heutigen Energieverbrauch in ganz Amerika.

  • In den Nicht-OECD-Ländern wird sich die Stromnachfrage nahezu verdoppeln

    Das menschliche Handeln wird weiterhin von einer verlässlichen Stromversorgung abhängen. Die weltweite Nachfrage nach Strom wird zwischen 2016 und 2040 um 60 Prozent steigen. Hiervon entfällt der Löwenanteil auf die Nicht-OECD-Länder, in denen sich die Nachfrage fast verdoppelt.

  • Strom aus Solar und Wind steigt um etwa 400 Prozent

    Solar- und Windstrom gehören zu den Energieformen mit dem am schnellsten wachsenden Angebot. Zusammen beträgt das Wachstum etwa 400 Prozent. Ihr gemeinsamer Anteil am weltweiten Stromangebot wird sich bis 2040 verdreifachen und so dazu beitragen, dass die CO2-Intensität des gelieferten Stroms um 30 Prozent sinkt.

  • Erdgas baut seine Rolle als vielseitig einsetzbare Energieform weiter aus

    Die gute Verfügbarkeit und Vielseitigkeit machen Erdgas zu einem besonders nützlichen Energieträger, der viele verschiedene Anforderungen erfüllt und seinen Beitrag zur Umstellung auf weniger kohlenstoffintensive Energieträger leistet. Die Nutzung von Erdgas wird stärker ansteigen als bei jedem anderen Energieträger. Dabei wird die Hälfte des Wachstums auf die Stromerzeugung entfallen.

  • Öl spielt eine führende Rolle im Transport und bei der Herstellung moderner Produkte

    Mehr Elektroautos und Verbesserungen der Energieeffizienz von Verbrennungsmotoren werden dazu führen, dass der weltweite Verbrauch von flüssigen Kraftstoffen durch privat genutzte Fahrzeuge um 2030 seinen Höchststand erreichen und dann wieder sinken wird. Die wachsende Nachfrage durch den Transportbereich und die chemische Industrie werden jedoch dazu führen, dass Öl weiterhin eine führende Rolle im weltweiten Energiemix spielt.

  • Die Dekarbonisierung des weltweiten Energiesystems beschleunigt sich

    Während sich die weltweite Wirtschaftsleistung bis 2040 nahezu verdoppelt, werden Verbesserungen der Energieeffizienz und die Umstellung auf weniger kohlenstoffintensive Energieträger zu einem 45-prozentigen Rückgang der CO2 Intensität der weltweiten Wirtschaftsleistung beitragen. Die weltweiten energiebedingten CO2 Emissionen werden 2040 mit 10 Prozent über dem Wert von 2016 ihren Höchststand erreichen und dann wieder sinken.

Quellen
1. http://unfccc.int/paris_agreement/items/9485.php
2. Das Energy Modelling Forum (EMF) wurde 1976 an der Stanford University ins Leben gerufen, um führende Experten und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Lehre und anderen Forschungseinrichtungen zusammenzubringen und wichtige Energie- und Klimaschutzszenarien diskutieren zu lassen. Für jede Studie bildet das Forum eine Arbeitsgruppe, die den Aufbau der Studie festlegt, die Ergebnisse der verschiedenen Modelle analysiert und vergleicht und die wichtigsten Schlussfolgerungen diskutiert https://emf.stanford.edu/about. Die Arbeit des EMF wird unterstützt durch Mittel vom U.S. Department of Energy, der U.S. Environmental Protection Agency sowie Partnern aus der Energiebranche, zu denen auch ExxonMobil gehört.
https://emf.stanford.edu/industry-affiliates

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