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Hybridheizungen – der Trend im Wärmemarkt

Bei dem Begriff "Hybrid" denken die meisten sicher zunächst an Autos. Die Hybridtechnologie setzt sich aber wegen ihrer hohen Effizienz auch auf anderen Gebieten durch, so auch im Wärmemarkt.

Mit aktuell rund 25 Prozent des Endenergiebedarfs ist die Beheizung privater Haushalte ein wichtiger Bereich, in dem Effizienzverbesserungen zum Klimaschutz beitragen können. Heute entfallen noch rund 70 Prozent des Heizenergieeinsatzes auf Gas und Öl. Auch auf lange Sicht werden diese Energiequellen große Bedeutung haben, aber besonders im Neubau vollzieht sich ein Wandel.

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Der Trend geht zur Hybridisierung von Heizungssystemen. Dabei wird die Heizung aus verschiedenen Energiequellen gespeist. Ein Beispiel dafür sind Erdgas- oder Heizöl-Brennwertheizungen, die mit Solarthermie-Systemen kombiniert werden. Solche Heizungen sind besonders effizient, da sie die Wärme aus den Abgasen dem Heizkreislauf wieder zuführen und Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung genutzt wird. Die Kombination von Brennwert und Solar ermöglicht im Vergleich zu älteren Heizsystemen CO2-Einsparungen von bis zu 55 Prozent.

55 Prozent

Kombiniert man Brennwertheizungen mit Solarthermie, lassen sich CO2-Einsparungen von bis zu 55 Prozent erzielen.

Womit wird in Deutschland geheizt und wie viel Energie brauchen wir dafür? In unserer Energieprognose erfahren Sie mehr.

Erdgas- bzw. Heizöl-Brennwertkessel mit Solarthermie: Aufbau und Funktionsweise

Die Kombination von Brennwertkessel und Solarthermie ist ein Beispiel für ein hybrides Heizungssystem, das im privaten und im gewerblichen Bereich Anwendung findet.

Brennwertheizungen sind besonders effizient, da sie auch die Wärme nutzen, die im Wasserdampf enthalten ist. Dieser entsteht bei der Verbrennung und entweicht bei konventionellen Heizungen über den Schornstein. Im Brennwertkessel wird der Wasserdampf abgekühlt, so dass er kondensiert. Die dabei frei werdende Energie wird dem Heizkreislauf zugeführt. Bei der Kombination mit Solarthermie wird das Wasser im Kombipufferspeicher zusätzlich mit Sonnenenergie erwärmt. Mit Hilfe moderner Steuerungstechnik schaltet sich der Brennwertkessel nur dann zu, wenn die Sonnenenergie für die erforderliche Heizleistung nicht ausreicht.


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