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Bohr- und Komplettierungstechnologien

Fortschrittliche Technologien für Bohrung und Komplettierung haben der Energiebranche die Erschließung neuer Öl- und Erdgasquellen zur Erfüllung des weltweit steigenden Bedarfs ermöglicht. Des Weiteren haben uns neue Technologien geholfen, die Auswirkungen der Energieproduktion auf die Umwelt zu reduzieren, da mehr Öl und Gas mit weniger Bohrungen produziert werden kann.

Beispielsweise fördern die Bohrungen der Gorgon-Jansz-Gasfelder vor der Küste Nordwestaustraliens täglich über 8,5 Millionen Kubikmeter Erdgas. Eine einzige dieser Bohranlagen kann den gesamten Gasbedarf von über 40 Millionen Haushalten in China decken.

Beim Offshore-Projekt Sakhalin-1 in Russlands Osten wurden durch technologische Fortschritte die Erschließung entfernt gelegener Offshore-Felder über eine landgestützte Bohranlage ermöglicht. Dadurch konnte die Förderrate erhöht und das Umweltrisiko reduziert werden.

Diese Felder wurden mit der Yastreb-Bohranlage erschlossen, eine der weltweit größten und technisch fortgeschrittensten landgestützen Bohranlagen. Seit 2007 hat ExxonMobil 19 der 30 längsten abgelenkten Bohrungen der Welt durchgeführt, darunter auch die Z-44 Bohrung im Chayvo-Feld. Diese Bohrung erstreckte sich über eine Länge von 12.376 m. Weil hierbei weitere proprietäre Technologien zum Einsatz kamen, waren diese Extended-Reach-Wells von Sakhalin-1 auch die weltweit am schnellsten fertig gestellten Bohrungen.

Die Komplettierung ist der letzte Schritt einer Bohrung, bei der die Verbindung mit dem Kohlenwasserstoff tragenden Gestein hergestellt wird. Auch hier konnte aufgrund technologischer Fortschritte mehr Öl und Erdgas aus jeder Bohrung gewonnen werden. Das Resultat war eine gesteigerte Produktion, während zugleich die Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden konnten.

Durch die Kombination der Extended-Reach-Bohrkompetenz mit moderner Stimulierungstechnik konnten die Ingenieure die Phase optimieren, in der die Stimulierflüssigkeit auf das Gestein einwirkt mit dem Resultat, dass die Förderquoten über die gesamte Länge der Bohrung aufrechterhalten werden können. Fördergesellschaften treiben die Komplettierung inzwischen auf Längen von über 3.000 Metern, während noch vor zwei Jahrzehnten eine typische Komplettierung bei 30 Metern lag.

Auch die Produktionszuwächse aus Schiefer- und anderen unkonventionellen Öl- und Gasvorkommen in Nordamerika wurden durch diese Arten von Bohr- und Komplettiertechniken ermöglicht, bei denen eine Kombination aus Fracking und horizontalem Extended-Reach-Drilling eingesetzt werden. Das Projekt Piceance von ExxonMobil in Colorado führte erstmals Mehrfachfracking in einer einzelnen Bohrung durch und setzte als Erstes das wirtschaftliche „Pad-Drilling“ ein, das heute typisch für die gesamte unkonventionelle Öl- und Gasförderung ist.

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