Zum Hauptinhalt springen
Suche
Elektromobilität

Unser Standpunkt zu emissionsarmer Mobilität

Mobilität ist heute ein Grundbedürfnis. Sie ist das Rückgrat der Wirtschaft, Wegbereiter für Wachstum und Arbeit, notwendig für den Transport von Menschen und Waren und unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft.

Bei der Senkung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr sind bereits erhebliche Fortschritte gemacht worden. Die aktuellen Ergebnisse unseres weltweiten Outlook for Energy zeigen jedoch, dass der Transportbedarf bis 2040 weiter ansteigen wird. Einer der Gründe liegt darin, dass bis 2030 weltweit die wirtschaftliche Mittelschicht voraussichtlich von 3 Milliarden auf mehr als 5 Milliarden Menschen wachsen wird. Mit steigenden Einkommen erfüllen sich die Menschen den Wunsch nach mehr persönlicher Mobilität, so dass die Nachfrage nach Autos und Motorrädern steigt. In den Nicht-OECD-Ländern nimmt der Bestand von Kraftfahrzeugen deutlich zu. Auch in den OECD-Staaten steigt der Fahrzeugbestand insgesamt deutlich an, jedoch steigt die Zahl der Autos nur um etwa 10 Prozent.

Tabelle — Zugang zu persönlicher Mobilität (Fahrzeuge pro tausend Menschen)

Elektrofahrzeuge

Gegenwärtig gibt es weltweit rund 2 Millionen Elektrofahrzeuge. Dies entspricht etwa 0,2 Prozent des gesamten Fahrzeugbestandes. Zuletzt haben einige Autohersteller und Regierungen Pläne angekündigt, den zukünftigen Verkauf von Fahrzeugen auf solche mit Elektromotor zu beschränken, einschließlich Hybriden, Plug-in-Hybriden und Batterie-Elektrofahrzeugen. In unserem globalen Outlook for Energy prognostizieren wir aufgrund sinkender Batteriekosten, zunehmender Verfügbarkeit von Modellen und anhaltender Unterstützung durch die Politik bis 2040 ein starkes Wachstum der Elektrofahrzeugflotte. Die Entwicklungen in der Politik bei diesem Thema und bei den Kosten für die Batterien sind jedoch unsicher, so dass es verschiedene prognosen zum künftigen Wachstum von Elektrofahrzeugen gibt. Im Vergleich zu unserem Outlook variieren die Schätzungen Dritter für 2040 um den Faktor drei höher und niedriger .

Tabelle — Weltweite Entwicklung Elektrofahrzeuge (in Millionen)
 

Video wird geladen ...

Mobilität erhalten, Emissionsziele erreichen

Wir sind davon überzeugt, dass wir für zukunftsweisende Mobilität zuerst den Blick auf die Fahrzeuge richten müssen, die wir fahren, die Kraftstoffe, die wir verwenden und die Infrastruktur, in der sich die Fahrzeuge bewegen.

Entscheidend ist dabei zu berücksichtigen, welche Bedeutung Mobilität für die Menschen in Europa hat:

  • Autofahren ist die wichtigste Form der Mobilität. So fährt jeder Europäer pro Jahr durchschnittlich etwa 13.000 km mit dem Auto. (Quelle: ACEA 2016)
  • Bei der Wahl des Fortbewegungsmittels spielen die Kosten für den Verbraucher eine wesentliche Rolle. (Quelle: Wards Auto 2013)
  • Der Zugang zu zuverlässiger und bezahlbarer Mobilität ist entscheidend für die Überwindung von Armut, die Anbindung ländlicher Gebiete und die Förderung kleiner lokaler Unternehmen.
  • Schätzungen zufolge sind in der EU mehr als 15 Millionen Menschen in der Automobilindustrie beschäftigt - das entspricht 7 % aller Arbeitsplätze in der EU. (Quelle: Europäische Kommission 2016)

Zwischen 1995 und 2015 sind die Emissionen neu zugelassener Fahrzeuge dank technischer Verbesserungen um 36 Prozent gesunken, wobei in Europa rund 17 Prozent der CO2 Emissionen auf den Straßenverkehr entfallen. Die Entwicklung der Fahrzeugzahlen in der EU zeigt, dass  der Straßenverkehr in Europa auf absehbare Zeit weiterhin vor allem von konventionellen Kraftstoffen gespeist wird.

Politische Rahmenbedingungen in der EU

Die politischen Entscheidungsträger in Europa wollen die Verkehrsnetze erhalten und verbessern und gleichzeitig die Risiken des Klimawandels kosteneffizient reduzieren. Wenn die Europäische Union ihre Dekarbonisierung der Transportagenda entwickelt, wie kann sie die künftigen Emissionsreduktionsziele der EU erreichen und gleichzeitig die Mobilität schaffen, die die Europäer für eine sichere wirtschaftliche Zukunft benötigen?

Marktansatz
Marktbasierte Politik ist der effektivste Weg für den Transportsektor, die politischen Ziele der EU für Emissionen zu erreichen. Technologieneutrale Maßnahmen werden die Innovation beleben.

Kosten-Nutzen-Analyse
Eine Kosten-Nutzen-Analyse wird kosteneffiziente Lösungen steuern, die ohne Subventionen wirtschaftlich tragbar sind und der Gesellschaft Vorteile bringen, die die Gesamtkosten übersteigen.

Passender Rechtsrahmen
Rechtsrahmen sollten angemessen, flexibel und konsequent durchgesetzt werden.

Aus unserer Sicht lassen sich daraus fünf entwicklungspolitische Grundsätze für eine emissionsarme Mobilität in Europa ableiten:

  1. Technologieneutralität fördert eine unvoreingenommene Entwicklung von Innovationen, die zur Emissionssenkung beitragen können.
  2. Dem Verbraucher die Wahlmöglichkeit zu lassen, ist die Grundlage für die Entwicklung von Innovationen, indem die Anbieter auf die Wünsche der Verbraucher reagieren.
  3. Wir müssen auf machbare Lösungen setzen und der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen genügend Zeit einräumen.
  4. Es berdarf sozialverträglicher Lösungen, die auf lange Sicht nachhaltig und bezahlbar sind und alle Menschen mit einbeziehen.
  5. Die vereinbarten Ziele lassen sich nur mit schlüssigem Vorgehen erreichen, bei dem die politischen Entscheidungsträger auf solide Strategien setzen, mit denen sich die vereinbarten Ziele erreichen lassen anstatt ausschließlich eine Lösung zu favorisieren.

Viele Möglichkeiten für emissionsarme Mobilität

Der vielversprechendste Ansatz besteht darin, bestehende Lösungen weiter zu optimieren, deren Wirkungsgrad zu erhöhen und gleichzeitig in die Erforschung und Entwicklung innovativer und marktgerechter Lösungen zu investieren. Es stehen uns schon heute eine Reihe von Technologien zur Verfügung, mit denen sich die Emissionen im Straßenverkehr wirksam senken lassen. Einige Beispiele:

  • 5 - 10 Prozent Kraftstoffeinsparungen durch Systeme, die das Fahrverhalten berücksichtigen (Quelle: Ertico 2015)
  • 5 - 10 Prozent Kraftstoffeinsparungen durch fahrzeugeigene Navigationssysteme, die den Kraftstoffverbrauch mit Hilfe von Echtzeitdaten senken (Quelle: Ertico 2015)
  • Bis zu 3 Prozent Kraftstoffeinsparungen durch präzise eingestellten Reifendruck (Quelle: US DOE)
  • Auch die Bildung von Fahrgemeinschaften, die Nutzung von Mitfahrgelegenheiten und Smart Parking können großen Einfluss haben

Schon heute arbeiten mehr als 2.200 Wissenschaftler und Ingenieure in den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von ExxonMobil an der Entwicklung innovativer Technologien für den Straßenverkehr und anderer Branchen. Wir investieren jedes Jahr etwa eine Milliarde USD in unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Hierzu gehören die Erforschung neuer Biokraftstoffe, zum Beispiel aus Algen, und einer verbesserten Kraftstoffverbrennung. Auch die Entwicklung neuer Schmierstofftechnologien für Motorenöle hat großes Potenzial, die Emissionen im Straßenverkehr zu senken.

Schließen