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Exxon Valdez

Am 24. März 1989 lief um kurz nach Mitternacht der Supertanker Exxon Valdez im Prinz-William-Sund vor Alaska auf Grund. Diesen tragischen Unfall bedauert das Unternehmen zutiefst. Trotz der Bemühungen, das Schiff zu stabilisieren und einen weiteren Ölaustritt zu vermeiden, liefen innerhalb kürzester Zeit über 250.000 Barrel Öl aus.

Exxon und die US-Küstenwache nahmen umfassende Reinigungsarbeiten auf, an denen zunächst mehr als 11.000 Bewohner Alaskas und mehrere Tausend Mitarbeiter von Exxon und Kontraktorunternehmen beteiligt waren. 1992 erklärte die US-Küstenwache die Reinigungsarbeiten für abgeschlossen.

Der Unfall der Exxon Valdez im Jahr 1989 war ein Tiefpunkt in der 125-jährigen Unternehmensgeschichte von ExxonMobil. Doch das Unternehmen hat sofort die Verantwortung für den Ölunfall übernommen und insgesamt mehr als 4,3 Mrd. US-Dollar für Ausgleichs- und Entschädigungsleistungen, Schadensbeseitigungsmaßnahmen und Geldstrafen aufgewendet. Innerhalb eines Jahres nach dem Ölunfall hat ExxonMobil freiwillig Entschädigungszahlungen an mehr als 11.000 Bürger Alaskas und Unternehmen geleistet.

Nach dem Exxon Valdez Unfall haben wir außerdem eine weitreichende Unternehmensreform durchgeführt und ein rigides Sicherheitsmanagementsystem eingeführt, um solche Unfälle künftig zu vermeiden.

Dieses System ist in allen unseren Betriebsstätten auf der ganzen Welt umgesetzt worden, und seitdem ist es zu keinem vergleichbaren Vorfall mehr gekommen. Wir glauben, dass unsere gute Sicherheitsbilanz vor allem auf der konsequenten und systematischen Umsetzung von Verbesserungen beruht. Besonderes erwähnenswert ist dabei, dass unsere weltweiten Unternehmensgesellschaften für Schiffstransporte seit dem Unfall der Exxon Valdez auf eine hervorragende Bilanz bei der Verhütung von Ölaustritten verweisen können. So hatte 2008 kein einziges Tankschiff im Besitz von ExxonMobil bzw. das von ExxonMobil Marine betrieben wird oder langfristig gechartert ist, einen Ölaustritt zu verzeichnen. Diese hervorragende Bilanz ist ermutigend für uns und eine solide Grundlage für unsere Bemühungen um weitere Verbesserungen.

Mehr als 25 Jahre nach Exxon Valdez

Das Ökosystem im Prinz-William-Sund ist heute intakt, robust und gut erholt. Während das ausgetretene Öl viele Arten kurzfristig stark in Mitleidenschaft gezogen hat, zeigen die Studien zahlreicher Wissenschaftler, die sich sehr lange und ausführlich mit der Situation im Prinz-William-Sund befasst haben, dass das Öl keine Langzeitschäden hinterlassen hat. Der Verlauf der Regeneration im Prinz-William-Sund entspricht den gut dokumentierten Erfahrungen, die die Wissenschaft bei zahlreichen anderen Ölunfällen, von denen viele wesentlich größer als der der Exxon Valdez waren, mit der Regeneration der betroffenen Ökosysteme gemacht hat.

ExxonMobil arbeitet mit unabhängigen Wissenschaftlern zusammen, die über hervorragende Referenzen verfügen und zu den weltweit führenden Experten auf ihren Gebieten gehören. Diese Wissenschaftler haben alle relevanten Faktoren der Auswirkungen untersucht, die der Unfall der Exxon Valdez auf das Wasser, die Küste und die Flora und Fauna im Prinz-William-Sund hatte. Bis heute sind etwa 400 wissenschaftliche Beiträge in Fachpublikationen erschienen, die im Peer-Review-Verfahren geprüft wurden und sich mit allen Aspekten der Umweltsituation im Prinz-William-Sund beschäftigen.

Maßnahmen, die ExxonMobil ergriffen hat, damit sich ein solcher Unfall nicht wiederholt

Nach dem Unfall der Exxon Valdez hat das Unternehmen sein langfristiges Engagement für den Schutz der Umwelt, der Mitarbeiter und der Gemeinden, in denen wir tätig sind, erheblich verstärkt. Zur besseren Verhütung von Ölunfällen hat ExxonMobil unter anderem die folgenden Maßnahmen ergriffen:

  • Änderung von Tankerrouten
  • Einführung von Alkohol- und Drogentests für Personen in sicherheitssensiblen Positionen
  • Sicherheitssensible Positionen dürfen ausschließlich mit Personen besetzt werden, die nicht durch früheren Alkohol- oder Drogenmissbrauch auffällig geworden sind
  • Verstärkte regelmäßige Kontrollen der Betriebssicherheit von Schiffen und Anlagen
  • Erweiterung des Schulungsprogramms für Schiffsführer und Lotsen
  • Einführung neuer Technik zur Verbesserung der Schiffsnavigation und der Zuverlässigkeit von Systemen zur Ölbekämpfung. Für den Fall eines Ölunfalls wurden außerdem die Eingreifkapazitäten wie folgt ausgebaut:
    • Weltweit hat ExxonMobil viele Zentren gegründet zur Vermeidung und Bekämpfung von Ölunfällen
    • Weltweit arbeiten mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ExxonMobil in Eingreifteams, um im Ernstfall Ölunfälle zu bekämpfen
    • Regelmäßige Durchführung von Unfallübungen an verschiedenen ExxonMobil Betriebsstätten auf der ganzen Welt
    • Einsatz eines selbst entwickelten Ölfrühwarnsystem

ExxonMobils Handeln für den Umweltschutz

ExxonMobil setzt alles daran, ihre langjährige Rolle als technisch kompetenter Branchenführer in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz zu behaupten. Unsere umfassende und konsequente Vorgehensweise hilft uns dabei, das Hauptaugenmerk weiterhin auf Unfallvorbeugung, Notfallplanung und, falls erforderlich, Gefahrenabwehr zu richten.

Wir sind besonders stolz auf die hervorragende Bilanz unseres Geschäftsbereiches ‚Marine‘ bei der Verhütung von Ölaustritten.

Angesichts der positiven Wachstumsperspektiven und der wichtigen Rolle, die Seetransporte für den Welthandel spielen, wird sich dieser Geschäftsbereich weiterhin konstruktiv an der Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen zur Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Seetransporten – mit denen in vielen Fällen die geltenden gesetzlichen Bestimmungen übertroffen werden – beteiligen.

Beispielhaft hierfür können die Einführung eines Managementsystems für Schiffsbetreiber (Tanker Management and Self Assessment) und die Erweiterung des Geltungsbereichs des SIRE-Programms (Ship Inspection Report Exchange) auf kleinere Tankschiffe (Barges) genannt werden.

Für weitere Informationen zu diesem Thema besuchen Sie bitte unsere englischsprachige Website.

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