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Arbeitssicherheit und Schutz von Menschen und Anlagen

Wir setzen uns in unseren Betriebsstätten auf der ganzen Welt permanent für eine Arbeitsumgebung ein, in der niemand verletzt und unser Ziel Nobody Gets Hurt erreicht wird.

Arbeitssicherheit

Überblick

Für ExxonMobil ist Sicherheit mehr als nur eine Priorität - sie ist ein Grundwert und wesentlicher Bestandteil einer Unternehmenskultur, die in alle unsere Betriebsabläufe hineinwirkt. Wir engagieren uns dafür, dass in unseren Betrieben auf der ganzen Welt stets richtig gehandelt wird, damit unsere Mitarbeiter und Dienstleister jeden Tag nach der Arbeit sicher und gesund nach Hause kommen. Im Sinne unserer Leitlinie Nobody Gets Hurt werden wir weiterhin alles dafür tun, dass durch unsere betrieblichen Aktivitäten niemand verletzt wird.

Bei ExxonMobil ist der Schutz der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Dienstleister sowie der Menschen, die im Umfeld unserer Anlagen leben, von grundlegender Bedeutung für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Wir stellen uns der Herausforderung, die Energie zu liefern, die erforderlich ist, um weltweit den Fortschritt auf sichere und verantwortungsvolle Weise zu fördern.

Wenn dann doch ein Unfall oder Beinahe-Unfall passiert, untersuchen wir, wie es zu dem Vorfall gekommen ist, welche Folgen er hätte haben können und wie wir sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Untersuchung von Ereignissen mit hohem Gefährdungspotenzial, um unser Personal auf der ganzen Welt mit Hilfe der Erkenntnisse, die wir dabei gewinnen, weiter für Arbeitssicherheit zu sensibilisieren. Unsere Mitarbeiter haben Zugang zu Informationen über Vorfälle aus der Vergangenheit und können diese so bei ihrer Arbeit berücksichtigen. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Erkenntnisse aus früheren Vorfällen zur Verbesserung unserer aktuellen Arbeitsweisen beitragen.

  • Lynne Lachenmyer

    Vizepräsidentin SSH&E
    „Ich bin stolz auf unsere Sicherheitsbilanz 2016 - die beste, die wir je erreicht haben. Und dennoch gibt es Möglichkeiten für weitere Verbesserungen. Im Sinne unserer Leitlinie Nobody Gets Hurt werden wir auch weiterhin alles dafür tun, dass durch unsere betrieblichen Aktivitäten niemand verletzt wird.“

Unser Ansatz

Das Operations Integrity Management System (OIMS) von ExxonMobil sorgt für die Nachhaltigkeit unseres strukturierten Sicherheitskonzepts. OIMS ist fester Bestandteil der täglichen Arbeitsabläufe im Unternehmen und unser wichtigstes Instrument zur Beherrschung von Risiken. OIMS bildet einen gemeinsamen Handlungsrahmen für die Beherrschung von Sicherheitsrisiken in allen Bereichen unserer betrieblichen Aktivitäten einschließlich unserer Lieferkette. Auf Konzernebene besteht OIMS aus elf Elementen (siehe Abbildung unten), von denen jedes einen besonderen Risikoaspekt der betrieblichen Aktivitäten von ExxonMobil behandelt. Zu jedem Element gehören eine Reihe von Erwartungen, insgesamt 65, die im Detail beschreiben, was zur Vermeidung von Unfällen erwartet wird.

Zu unserem Engagement für laufende Verbesserungen gehört auch die Untersuchung von Frühindikatoren. Frühindikatoren ermöglichen eine genauere Analyse von Ereignissen mit hohem Gefährdungspotenzial, so dass wir unsere Maßnahmen zur Risikoprävention und ‑eindämmung weiter optimieren können. Die Erkenntnisse, die wir aus Vorfällen gewinnen, geben wir über unsere internationalen Netzwerke weiter, damit sie in unseren Betriebsstätten auf der ganzen Welt berücksichtigt werden. Außerdem bewerten wir laufend unseren Lernprozess, um die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben, in geeignete Maßnahmen umzusetzen.

ExxonMobil verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung von vorbildlichem Sicherheitsverhalten auf allen Unternehmensebenen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Erwartungen des Unternehmens erfüllt und gleichzeitig an örtliche Anforderungen angepasst werden können. Der Bereich SSH&E leistet technische Unterstützung und berät Mitarbeiter im ganzen Unternehmen, von der Betriebsebene bis hin zur Führungsetage. Arbeitssicherheit und die Einhaltung der entsprechenden Richtlinien fallen in den Aufgabenbereich der Geschäftsbereiche, doch letztlich sind wir alle verantwortlich.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

Die Sicherheitsbilanz ist einer der aussagekräftigsten Gradmesser für den Erfolg unseres Unternehmens. 1998 begann ExxonMobil mit der Erschließung des Hoover-Diana-Tiefseefeldes im Golf von Mexiko, aus dem wir Öl und Gas fördern. Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung war die Hoover-Diana-Plattform die erste schwimmende Bohr- und Förderplattform, mit der zwei Felder in einer Wassertiefe von 1.463 m gleichzeitig erschlossen wurden. Diese ingenieurstechnische Meisterleistung wäre ohne gewissenhafte Arbeitskräfte und ein sorgfältiges Prozesssicherheitsmanagement nicht möglich gewesen. Inzwischen können die ExxonMobil-Mitarbeiter auf der Plattform auf mehr als 950 Mannjahre unfallfreie Arbeit zurückblicken.

Foto — Die Hoover-Diana-Plattform im Golf von Mexiko

Sicherheit der Arbeitskräfte

Überblick

Wir nehmen unsere Mitarbeiter und Dienstleister unabhängig von ihrer Tätigkeit in die Pflicht, die mit unseren Betriebsabläufen verbundenen Risiken zu erkennen, zu beurteilen und einzudämmen. 2016 haben wir die beste Sicherheitsbilanz unserer Unternehmensgeschichte erzielt. Seit 2000 ist bei den für ExxonMobil tätigen Arbeitskräften die Anzahl der Vorfälle mit Arbeitszeitausfall um mehr als 80 Prozent zurückgegangen.

Wir setzen die Sicherheitsprogramme für unsere Arbeitskräfte seit vielen Jahren um und haben sie anhand unserer Erfahrungen laufend weiterentwickelt. Wir bieten unseren Arbeitskräften auf der ganzen Welt die Werkzeuge, Schulungen und Sicherheitskultur, die sie in die Lage versetzen, ihre Arbeit sicher auszuführen oder ggf. auch abzubrechen bzw. einzugreifen, wenn unvermittelt ein Risiko erkannt wird. Wir legen großen Wert darauf, unsere Betriebsabläufe laufend sicherer zu machen und konzentrieren unsere Anstrengungen vor allem auf die Vermeidung von Ereignissen mit hohem Gefährdungspotenzial.

Unser Ansatz

Wir richten unsere Geschäftstätigkeit so aus, dass die Gesundheit und Sicherheit unserer Arbeitskräfte gewährleistet sind. Dies ist für uns ein grundlegender Wert und ein wesentlicher Geschäftsfaktor, der unsere Entscheidungen auf allen Ebenen bestimmt. Wir statten unsere Arbeitskräfte mit dem Wissen und dem Werkzeug aus, das sie benötigen, um jede Arbeit sicher auszuführen. Außerdem wollen wir jegliche Unfälle, Verletzungen und arbeitsbedingte Erkrankungen durch die aktive Einbindung aller Mitarbeiter vermeiden.

Im Rahmen unseres Engagements für Sicherheit in allen unseren Betriebsstätten setzen wir auf eine wirksame Zusammenarbeit aller Arbeitskräfte, wozu wir auch unsere externen Dienstleister und Lieferanten zählen. Unsere Dienstleister nehmen laufend zusammen mit unseren Mitarbeitern an Sicherheitsschulungen und Sicherheitsbesprechungen teil. Dabei ist es unser wesentliches Ziel, das Führungsverhalten und die Sicherheitsmanagementsysteme unserer Dienstleister zu verbessern. Seit dem Jahr 2000 führen wir mit den Dienstleistern, die in unsere Großprojekte eingebunden sind, regelmäßig Sicherheitsforen durch, um eine Partnerschaft zwischen ExxonMobil und unseren Dienstleistern aufzubauen, die zu einem verletzungsfreien Arbeitsplatz führt.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

Seit dem Jahr 2000 ist bei den für ExxonMobil tätigen Arbeitskräften die Anzahl der Vorfälle mit Arbeitszeitausfall um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Auch wenn diese Zahl sinkt, kommt es doch weiterhin zu Sicherheitsvorfällen und Beinahe-Unfällen. Wir bedauern zutiefst, dass im Jahr 2016 drei Dienstleister im Rahmen ihrer Tätigkeit für ExxonMobil bei verschiedenen Unfällen tödlich verletzt wurden. Ein Unfall ereignete sich bei Wartungsarbeiten in einer unserer Betriebsanlagen, einer auf einer unserer Landbohranlagen und einer auf einem Schiff, das Versorgungsmaterial für eine unserer Offshore-Plattformen lieferte. Wir haben jeden dieser Unfälle gründlich untersucht, um die Ursachen zu ermitteln, und unsere Arbeitsweisen und Einrichtungen entsprechend angepasst, um ähnliche Unfälle künftig zu vermeiden. Wir haben Prozesse zur Untersuchung aller Vorfälle eingeführt - auch solcher, die zu keiner Verletzung geführt haben - um Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Durch Anwendung dieser Prozesse kommen wir unserem Ziel eines unfallfreien Unternehmens (Nobody Gets Hurt) Schritt für Schritt näher.

Tabelle — 2016 betrug die Quote der Vorfälle mit Arbeitszeitausfall 0,029 pro 200.000 Arbeitsstunden und ist damit im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In den letzten zehn Jahren konnten wir diesen Wert um 40 % senken. Wenn man diesen Wert mit dem vom American Petroleum Institute für die Mitarbeiter der U.S.-Mineralölindustrie ermittelten Durchschnittswert vergleicht, zeigt sich, dass ExxonMobil weiterhin unter dem Branchendurchschnitt liegt.

Tabelle — Im Jahr 2016 betrug ExxonMobils Gesamtquote der intern meldepflichtigen Vorfälle 0,20 pro 200.000 Arbeitsstunden und war damit etwas niedriger als im Jahr 2015. Seit 2007 haben wir diesen Wert um 47 Prozent gesenkt. Wenn man diesen Wert mit dem vom American Petroleum Institute für die Mitarbeiter der U.S.-Mineralölindustrie ermittelten Durchschnittswert vergleicht, zeigt sich, dass ExxonMobil weiterhin unter dem Branchendurchschnitt liegt.

Prozesssicherheit

Überblick

Unsere Verpflichtung auf Prozesssicherheit ist ein Grundwert, der das Risikomanagement in unseren Betriebsstätten prägt. Zu einem umsichtigen Management der Prozesssicherheit gehören für uns geeignete Ausrüstung, Arbeitsanweisungen und Schulungen, um die unkontrollierte Freisetzung von Kohlenwasserstoffen zu vermeiden. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Anlagen durchdacht konzipiert und sicher im Betrieb sind, damit es zu keinen Sicherheitsvorfällen kommt. Wir nutzen in unseren Betriebsstätten ein umfassendes und strukturiertes Konzept zur Ermittlung und Behebung bzw. Beherrschung von Prozesssicherheitsrisiken.

Vermeidung schwerwiegender Vorfälle

Unser Ansatz

Die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern und Branchenverbänden beim Thema Prozesssicherheit ist für den Erfahrungsaustausch in unserem Unternehmen und in der Branche unerlässlich. ExxonMobil beteiligt sich an verschiedenen Arbeitsgruppen und Initiativen, deren Ziel die Verbesserung der Arbeitssicherheit in der Branche ist. So engagieren wir uns zum Beispiel in der Advancing Process Safety Initiative, einem Gemeinschaftsprojekt der American Fuel and Petrochemical Manufacturers und des API, die fast die gesamte Raffineriekapazität in den USA vertreten. Diese Initiative engagiert sich für die Verbesserung der Prozesssicherheit, indem Erfahrungen und Wissen über prozessbezogene Sicherheitsvorfälle, Gefahrenerkennung und in der Branche bewährte Arbeitsverfahren weitergegeben werden.

Für das Management der Prozesssicherheit orientieren wir uns an den beiden Branchenstandards Recommended Pratice 754 des American Petroleum Institute (API) und der Richtlinie 456 der International Association of Oil & Gas Producers. Diese Standards definieren Indikatoren für die Prozesssicherheit und stellen Vorfälle der Klassen 1 bis 4 mit Hilfe einer Prozessunfallpyramide dar. 2016 hatten wir mit 64 prozessbezogenen Sicherheitsvorfällen der Klasse 1 einen Wert, der um etwa 14 Prozent niedriger als im Vorjahr war. Bei den meisten dieser Vorfälle handelte es sich um Austritte von brennbaren Flüssigkeiten und Gasen. Wir verfolgen und analysieren prozessbezogene Sicherheitsvorfälle der Klassen 1 und 2, um unsere Betriebsabläufe zu optimieren und ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.

Prozessunfallpyramide
Tabelle — Die Prozessunfallpyramide orientiert sich zur Vermeidung von Sicherheitsvorfällen der Klassen 1 und 2 an den beiden Branchenstandards Recommended Pratice 754 des American Petroleum Institute (API) und der Richtlinie 456 der International Association of Oil & Gas Producers.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

ExxonMobil arbeitet mit Wissenschaftlern und Partnern vor Ort zusammen, um Technologien zur Verbesserung der Prozesssicherheit zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. So hat zum Beispiel ExxonMobil Research Qatar 2016 in Zusammenarbeit mit Providence Photonics LLC Feldversuche mit einem IR Gaswarnsystem in Katar durchgeführt. Das Frühwarnsystem erkennt in einem großen Messbereich brennbare Gase und löst bei austretenden Kohlenwasserstoffgasen Alarm aus. Wir haben das System unter verschiedenen, sehr anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wie großer Hitze und Feuchtigkeit, Staub, Sand und dichtem Nebel auf seine Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit getestet.

Produktsicherheit und -verantwortung

Überblick

Produktverantwortung bezeichnet eine Reihe von miteinander zusammenhängenden Arbeitsprozessen zur Erkennung, Erfüllung und Kommunikation von sicherheits-, gesundheits- und umweltrelevanten Informationen über Rohstoffe und Produkte, um gesetzliche Bestimmungen und Unternehmensrichtlinien einzuhalten.

Im Rahmen unserer Produktverantwortung bewerten wir laufend die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltaspekte unserer Produkte und die Einhaltung aller Produktsicherheitsvorschriften, die in den vorgesehenen Märkten gelten. Durch laufende Überwachung stellen wir sicher, dass unsere Produkte allen geltenden gesetzlichen Bestimmungen, Standards und Richtlinien entsprechen. Hierzu gehören insbesondere:

Unser Ansatz

Produktsicherheit ist bei ExxonMobil durch die Produktsicherheitsrichtlinie innerhalb der ExxonMobil Standards of Business Conduct geregelt. Die einzelnen Bestandteile der Managementsysteme stehen in Einklang mit den Produktsicherheitsrichtlinien der IPIECA, des weltweiten Branchenverbands der Öl- und Gasindustrie für Umwelt- und soziale Fragen und des International Council of Chemical Associations.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

Eine wesentliche Komponente dieser Systeme betrifft den Informationsaustausch über potenzielle Gefahren und Risiken, die sich aus der Benutzung unserer Produkte ergeben könnten. Mit Hilfe gemeinsamer globaler Prozesse und Computersysteme erfasst und kommuniziert unser strenges Product Stewardship Information Management System Informationen zu einem sicherem Umgang, Transport und Gebrauch sowie der ordnungsgemäßen Entsorgung unserer Produkte.

Durch Übernahme des Global harmonisierten Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien der Vereinten Nationen erleichtert es das Product Stewardship Information Management System den ExxonMobil Gesellschaften, die regionalen und nationalen Vorschriften zur Gefahrenkommunikation auf dem jeweils neuesten Stand einzuhalten. 2016 wurden mehr als 55.000 Sicherheitsdatenblätter zu ExxonMobil-Produkten und -Produktionsabläufen verfasst und im Rahmen der Umsetzung dieses Systems von nationalen und regionalen Aufsichtsbehörden in verschiedenen Ländern freigegeben. Da sich die gesetzlichen Anforderungen schnell weiterentwickeln, überwachen wir laufend alle Entwicklungen auf diesem Gebiet, um sicherzustellen, dass unsere Produkte stets den einschlägigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Sicherer Produkttransport

Überblick

Im Rahmen unserer Selbstverpflichtung auf Produktsicherheit berücksichtigen wir alle sicherheits-, gesundheits- und umweltrelevanten Aspekte beim Transport unserer Produkte, sei es per Schiff, über Pipelines oder auf der Schiene. In ExxonMobils weltweitem Marine-Geschäft sind etwa 500 Schiffe im täglichen Einsatz, die 2016 auf über 20.000 Fahrten 45.000 Häfen angelaufen haben. Dabei wurden rund 1,4 Mrd. Barrel an Rohöl und raffinierten Produkten sicher und ohne einen einzigen Produktaustritt transportiert. Die ExxonMobil Pipeline Company und ihre Tochtergesellschaften transportieren jeden Tag fast 3 Mio. Barrel an Rohöl, raffinierten Produkten und weiteren Produkten über unser etwa 4.000 Meilen langes Rohrleitungsnetz in den USA. Durch sorgfältige Wartung und Überwachung unserer weltweiten Infrastruktur erkennen und vermeiden wir Korrosionsschäden, Schäden durch Fremdeinwirkung und den unbefugten Zugang zu unseren Anlagen.

Unser Ansatz

Zu unserer Selbstverpflichtung für den sicheren Transport unserer Produkte gehört auch, dass wir uns veränderten Marktbedingungen laufend anpassen. So hat zum Beispiel in den letzten Jahren aufgrund der Erschließung neuer unkonventioneller Lagerstätten in den USA der Rohöltransport über die Schiene stark zugenommen. Wir haben umfassende Risikomanagementpläne aufgestellt, um zu gewährleisten, dass der Schienentransport aller Produkte so sicher wie möglich erfolgt. Diese Pläne schreiben die Bauart der Kesselwagen vor und enthalten Arbeitsanweisungen für das Be- und Entladen der Kesselwagen. ExxonMobil steht zudem in regelmäßigem Austausch mit Wettbewerbern und Rettungsdienstorganisationen, um den sicheren Transport von Mineralölprodukten zu gewährleisten und bessere Schulungsprogramme für öffentliche Rettungsdienste in Nordamerika zu entwickeln.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge sterben in Nigeria mehr als 35.000 Menschen pro Jahr im Straßenverkehr. Die Nigerian National Petroleum Corporation, Mobil Producing Nigeria und das Federal Road Safety Corps der nigerianischen Regierung haben 2016 mit der Umsetzung der zweiten Phase der Kampagne zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins im Straßenverkehr begonnen. Das Ziel dieser von ExxonMobil unterstützten Kampagne besteht darin, sicheres Fahrverhalten zu fördern und die Sicherheit im Straßenverkehr insgesamt zu verbessern. Zur Änderung der Verhaltensweisen, die zu den hohen Unfallzahlen beitragen, verfolgt die Kampagne einen zweigleisigen Ansatz: einerseits einprägsame Botschaften auf großen Plakatwänden und andererseits Fahrtrainings für Busfahrer und die Logistik-Teams von Unternehmen. Das Federal Road Safety Corps verweist darauf, dass die Unfallzahlen seit Beginn der Kampagne im Jahr 2014 um 20 Prozent zurückgegangen sind. Wir haben bei ExxonMobil in anderen Unternehmensbereichen ähnliche Programme ins Leben gerufen und werden auch weiterhin nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr suchen.

Foto — 2016 nahm Mobil Producing Nigeria an einer Kampagne zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins im Straßenverkehr teil

Notfallplanung und -maßnahmen

Überblick

Für ExxonMobil hat es hohe Priorität, die Arbeitskräfte so zu schulen, dass sie bei Notfällen angemessen und wirksam reagieren können. Wir haben auf der ganzen Welt strategische Emergency Support Groups (ESG) eingerichtet, die zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort Strategien für die Notfallreaktion entwickeln und umsetzen. ExxonMobil schult regelmäßig ESG-Personal in einer Reihe möglicher Notfallszenarien wie z. B. Produktfreisetzungen, Bränden, Explosionen, Naturkatastrophen und anderen Bedrohungssituationen.

Unser Ansatz

Unabhängig von der Schwere eines Vorfalls haben alle ExxonMobil-Betriebsstätten und -Geschäftsbereiche Zugang zu einer Reihe von geschulten Notfalleinsatzkräften. Hierzu gehören auch unsere regionalen Einsatzteams (Regional Response Teams, RRTs), die im Bedarfsfall schnell taktische Unterstützung leisten. Die RRTs absolvieren jeweils einmal im Jahr eine Übung, an der Vertreter der verschiedenen Geschäftsbereiche, von Notfallorganisationen und Behörden in den jeweiligen Regionen teilnehmen.

Unsere drei RRTs - North America; Europe, Africa & Middle East und Asia Pacific - setzen sich aus verschiedenen EM-Mitarbeitern zusammen, die in einem übergeordneten Managementsystem zur Behandlung taktischer Fragen bei Notfalleinsätzen besonders geschult sind.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

2016 haben schwere Waldbrände zu einer der größten Evakuierungen geführt, die es in Kanada je gab und die Bewohner von zwölf Kommunen betraf. Außerdem waren Imperial Oil und das Joint-Venture-Unternehmen Syncrude gezwungen, die Förderung in der Ölsandlagerstätte Kearl einzustellen. ExxonMobil hält eine Mehrheitsbeteiligung an Imperial Oil.

Daraufhin hatte Imperial Oil eine ESG eingerichtet, um die Auswirkungen auf unser Geschäft einzudämmen und die Regierung von Alberta bei ihren Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Kommunen zu unterstützen. Die ESG unterstützte die reibungslose Evakuierung von etwa 3.000 Menschen, entwickelte einen Prozess zur Überwachung der Luftqualität und stand in regelmäßigem Austausch mit Mitarbeitern und den Kommunen, um sicherzustellen, dass diese die erforderliche Hilfe erhalten. Außerdem spendete die Imperial Oil Foundation dem kanadischen Roten Kreuz 100.000 Dollar zur Unterstützung der Menschen in der Region, versorgte die Royal Canadian Mounted Police mit Kraftstoff und stellte den evakuierten Mitarbeitern und ihren Familien sowie anderen betroffenen Menschen in North Alberta Unterkünfte zur Verfügung.

  • Häuptling Jim Bouchier

    Fort McKay First Nation
    „Seit Beginn der Evakuierung im Mai 2016 stehen die Mitarbeiter von Imperial Oil mit Vertretern von Fort McKay First Nation in Kontakt, um die Menschen in unserer Kommune zu unterstützen und ihre Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten. Das Engagement, mit dem die Mitarbeiter von Imperial Oil Fort McKay in dieser Krise unterstützt haben, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.”

Schutz vor Gefährdungen am Arbeitsplatz

Überblick

Der Schutz unserer Mitarbeiter, unserer Anlagen und unseres geistigen Eigentums ist fester Bestandteil unserer täglichen Betriebsabläufe. Wir haben weltweit an den unterschiedlichen Orten, an denen wir tätig sind, einheitliche Maßnahmen zum Schutz unserer Arbeitskräfte und Anlagen gegen Bedrohungen. 2005 haben wir Erwartungen an den Schutz vor Gefährdungen in unser Operations Integrity Management System (OIMS) zusätzlich aufgenommen. Hierdurch wird der Schutz vor Gefährdungen stärker in unsere täglichen Betriebsabläufe eingebettet. Außerdem haben wir ein unternehmensweites Netzwerk von Sicherheitsspezialisten eingerichtet, um die konsequente und einheitliche Anwendung diesbezüglicher Initiativen und Programme unternehmensweit zu gewährleisten.

Unser Ansatz

ExxonMobil beurteilt regelmäßig mögliche Bedrohungen unserer Betriebsstätten. Unser Sicherheitspersonal nimmt regelmäßig an Übungen zum Schutz von Menschen und Anlagen, Schulungen und Branchenforen teil, um unsere Risikomanagementmethoden, unsere Fähigkeit zur Einschätzung von Bedrohungen und unsere technischen Sicherheitsvorkehrungen weiter zu verbessern. An Standorten mit erhöhter Bedrohungslage beobachten wir laufend die Bedingungen vor Ort und verfügen über detaillierte Notfallpläne zum Schutz von Menschen und Anlagen, wie zum Beispiel Evakuierungs- oder Interventionspläne. Mitarbeiter, die in Ländern mit verstärkter Bedrohungslage leben oder beruflich dorthin reisen, erhielten eine spezielle Schulung mit Informationen über mögliche Bedrohungen und Empfehlungen zu geeigneten Verhaltensweisen in Gefahrensituationen.

Sicherheitsbilanz und -initiativen

Wir schützen unser Unternehmen weiter vor dem wachsenden Risiko von Cyberangriffen, die unsere Daten, unsere Standorte und unseren laufenden Betrieb beeinträchtigen können. Alle Mitarbeiter und Dienstleister nehmen jährlich an einer webbasierten Schulung zum Thema Cybersecurity teil und lernen, wie man Cybersecurity-Risiken erkennt und mit ihnen umgeht. Außerdem haben wir ein laufendes Programm zur Schulung des Bewusstseins, das sichere Verhaltensweisen unserer Mitarbeiter am Computer fördert.

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