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Dienstag, 26. Jan. 2016  

Weltweite Energieprognose bis 2040 von ExxonMobil

Die Energieprognose von ExxonMobil rechnet mit Zuwachs beim Energieverbrauch und Rückgang bei der Kohlenstoffintensität

  • Die weltweite Energienachfrage wird zwischen 2014 und 2040 um 25 Prozent ansteigen, getragen vom Wachstum der Weltbevölkerung und der Wirtschaft.
  • Die Kohlenstoffintensität der weltweiten Wirtschaft halbiert sich wegen bedeutender Erfolge bei der Energieeffizienz und einem allmählichen Übergang zu weniger kohlenstoffhaltigen Energieformen.

Der weltweite Energieverbrauch wird in der Zeit von 2014 bis 2040 um 25 Prozent wachsen, getragen vom Anstieg der Weltbevölkerung und dem Wirtschaftswachstum, teilt ExxonMobil in der 2016er Ausgabe der „Welt-Energieprognose“ mit. Gleichzeitig wird erwartet, dass Erfolge bei der Energieeffizienz und die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien sowie von Energieträgern mit geringerem Kohlenstoffanteil, wie Erdgas, dazu beitragen, die Kohlenstoffintensität der weltweiten Wirtschaft zu halbieren.

Im Prognosezeitraum wird die Weltbevölkerung um ungefähr zwei Milliarden Menschen zunehmen und die Wirtschaft in den Schwellenländern weiterhin erheblich wachsen. Der höchste Anstieg des Energiebedarfs wird in den Entwicklungsländern stattfinden, die nicht Mitglied in der OECD sind. In diesen Nationen wird sich das Pro-Kopf-Einkommen wahrscheinlich um 135 Prozent erhöhen.

Erdgas wird voraussichtlich 40 Prozent des zusätzlichen Energiebedarfs decken, wodurch die Nachfrage nach diesem Energieträger um 50 Prozent steigt. Kernkraft und erneuerbare Energien – einschließlich Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie, Wind- und Solarenergie – werden wahrscheinlich ebenfalls einen Anteil von 40 Prozent am Zuwachs der Energienachfrage bis 2040 haben. Es wird erwartet, dass sie dann einen Anteil von fast 25 Prozent am Energieangebot erreichen werden, wozu allein die Kernkraft ein Drittel beiträgt.

„Die Analyse von ExxonMobil und solche von unabhängigen Agenturen bestätigen unsere seit langem bestehende Ansicht, dass alle geeigneten Energiequellen gebraucht werden, um den steigenden Energiebedarf zu decken“, sagte Rex W. Tillerson, Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Corporation. „Die Energieprognose ist eine nützliche Quelle für das Verständnis von Energieangebot und -nachfrage in der Zukunft. Sie kann bei Entscheidungen von Einzelnen, Unternehmen und Regierungen helfen, die zusammengenommen die Energiezukunft beeinflussen werden.“ Die Prognose sagt voraus, dass die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen ihren Höhepunkt um 2030 erreichen werden und danach absinken. In den OECD-Ländern werden sie im Zeitraum von 2014 bis 2040 um 20 Prozent zurückgehen.

Der „Outlook for Energy“ ist die langfristige Vorhersage von Exxon Mobil, die ihre Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Naturwissenschaftler anhand umfangreicher Datenanalysen entwickelt haben. Dabei werden die Trends von Angebot und Nachfrage im Energiesektor in ungefähr 100 Ländern, 15 Verbrauchssektoren und 20 verschiedenen Energieformen untersucht.

„Unsere Prognose ist die Grundlage unserer unternehmerischen Strategien und hilft bei den Investitionsentscheidungen in Höhe von vielen Milliarden“, sagte William Colton, Vice-President der strate­gischen Planung bei ExxonMobil, die den „Outlook for Energy“ entwickelt. „Wir haben bereits seit vielen Jahren die politischen Vorgaben berücksichtigt, die zu einer Verringerung der energiebedingten CO2-Emissionen führen sollen. Das kürzlich erreichte Klimaabkommen COP 21 in Paris hat zahlreiche neue Ziele gesetzt, und während viele damit verbundene politische Maßnahmen noch im Entstehen sind, nimmt die Prognose weiterhin an, dass diese Maßnahmen die Kosten von CO2-Emissionen im Laufe der Zeit erhöhen werden.“

Hauptergebnisse der Prognose:

  • Im Jahr 2040 werden Öl und Erdgas fast 60 Prozent des weltweiten Energieangebots ausmachen, während Kernenergie und Erneuerbare sich der 25-Prozent-Marke nähern. Öl wird mit einem Drittel der wichtigste Energieträger bleiben und Erdgas rückt auf den zweiten Platz vor.
  • Nordamerika, das über Jahrzehnte hinweg ein Ölimporteur war, ist auf dem Weg, im Jahr 2020 Netto-Exporteur von Rohöl zu werden.
  • Indien wird mit 1,6 Milliarden Menschen China als das bevölkerungsreichste Land der Welt überholen.
  • Die weltweite Nachfrage nach Elektrizität wird sich voraussichtlich um 65 Prozent erhöhen, und 85 Prozent dieses Anstiegs wird in den Nicht-OECD-Ländern stattfinden.
  • Der Anteil des Stroms, der weltweit mit Hilfe von Kohle erzeugt wird, fällt von ungefähr 40 Prozent in 2014 auf 30 Prozent im Jahre 2040.
  • Die weltweite Energie, die im Verkehrssektor verbraucht wird, steigt um 30 Prozent, wobei praktisch der gesamte Zuwachs auf die Nicht-OECD-Länder entfällt.
  • Bei den Neuwagenverkäufen wird erwartet, dass der Anteil der Hybridfahrzeuge von zwei Prozent im Jahre 2014 sprunghaft auf mehr als 40 Prozent 2040 ansteigt, womit dann schon jedes vierte Auto ein Hybridfahrzeug sein wird. Der durchschnittliche Verbrauch wird von 9,4 l/100 km auf 5,2 l/100 km sinken.
  • Die Region, die bereits jetzt am meisten Öl in der Welt importiert, der asiatisch-pazifische Raum, wird voraussichtlich 50 Prozent netto mehr importieren als heute, weil die lokale Ölförderung unverändert bleibt und die Nachfrage steigt.

Nähere Informationen über den Outlook for Energy finden Sie hier: www.exxonmobil.com/energyoutlook.

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