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Großenkneten Vor-Ort-Inspektion
 

Seit mehr als 40 Jahren betreibt die ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) die Erdgasaufbereitungsanlage (EAA) Großenkneten. Störfälle, von denen eine Gefährdung für das Umfeld hätte ausgehen können, hat es bisher nicht gegeben. Allerdings können solche Ereignisse nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Gemäß § 11 der Störfallverordnung geben wir folgende Informationen bekannt:

Name des Betreibers und Angabe des Standortes:
ExxonMobil Production Deutschland GmbH Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten, Vor dem Esch 12, 26197 Großenkneten, Telefon 0  44  35 / 606-0

Benennung und Stellung der für  Informationen zuständigen Personen:
Alle Informationen zur Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten, ihrer Aufgabe und Funktion, ihrer Absicherung und Organisation des Betriebs erhalten Sie vom Verantwortlichen für den Prozessbetrieb der Anlage. Telefon: 0 44 35 / 606-0

Anwendung der Störfall-Verordnung und Erfüllung der Mitteilungspflichten:
Die EAA Großenkneten unterliegt den Vorschriften der Störfallverordnung. Sämtliche gesetzlich geforderten Maßnahmen wurden umgesetzt, Informationen und Dokumentationen (z.B. Sicherheitsbericht) liegen dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als zuständiger Aufsichtsbehörde vor. Durch diese erfolgt ebenfalls eine regelmäßige Vor-Ort-Inspektion. Ausführliche Auskünfte zur Inspektion und dem entsprechenden Inspektionsplan erhalten Sie beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (www.lbeg.niedersachsen.de).

Art und Zweck der Anlagen:
Die Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten dient der Reinigung der schwefelwasserstoffhaltigen Erdgase aus der Region Süd-Oldenburg. Mittels einer Waschlauge wird dem Erdgas sämtlicher Schwefelwasserstoff entzogen und zu elementarem Schwefel verarbeitet. Zusätzlich werden Lager- und Verladeeinrichtungen sowie Verdichter, eine Luftzerlegungsanlage, eine Dampferzeugungsanlage, Regenerationsanlagen für Schwefellösemittel, Tanklager und Verladeanlagen für Flüssigkeiten betrieben.

Stoffe und Zubereitungen, die einen Störfall verursachen können, und deren wesentliche Gefährlichkeitsmerkmale:
Obwohl ExxonMobil  mehr als die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, können Brände oder die begrenzte Freisetzung gefährlicher Stoffe nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Dabei kann es zur begrenzten Freisetzung eines oder mehrerer der folgenden Gefahrstoffe kommen.

Gefährdungsarten bei einem Störfall einschließlich möglicher Wirkungen auf den Mensch und die Umwelt:
Zu einer möglichen Gefährdung der Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung der  Erdgasaufbereitungsanlage kann es durch Ausströmen von Gasen mit Anteilen der nachstehend angeführten, giftigen Stoffe sowie deren Entzündung und einer weiteren Ausbreitung eines Brandherdes kommen. Dabei entstehende Brandgase (Rauch) können gesundheitsschädlich sein und giftige Bestandteile enthalten. Ggf. austretende Flüssigkeiten können wassergefährdend sein.

Gefährdungsübersicht
Foto — Gefährdungsarten bei einem Störfall

Warnung und fortlaufende Information über den Verlauf eines Störfalles:
Bei einem Störfall werden nach fest vorgegebenem Plan die örtlichen Feuerwehren und andere externe Rettungsfunktionen und Ärzte über die zuständige Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle alarmiert und eingesetzt. Zeitgleich werden die zuständigen Behörden (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Landkreis und Gemeinde) eingeschaltet. Die betroffene Nachbarschaft wird über den Alarm des Werkssignalhorns und gegebenenfalls durch Lautsprecherdurchsagen und/oder Rundfunkansagen gewarnt. Zusätzlich informiert ExxonMobil die Anwohner telefonisch über den Grund der Alarmierung und die Gefahrenlage.

Verhalten im Störfall:
Richten Sie sich streng nach den „Verhaltensregeln für den Fall des Falles“, die Sie hier finden.

Maßnahmen zur Begrenzung von Auswirkungen eines möglichen Störfalles:
Entsprechend unserer Sicherheitsphilosophie und der gesetzlichen Verpflichtungen haben wir bei ExxonMobil alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung eines Störfalles getroffen. Zur Begrenzung der Auswirkungen eines Störfalles – auch innerhalb unseres Betriebsgeländes – wurden Alarm- und Gefahrenabwehrpläne erstellt und mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Wir haben die örtlichen Feuerwehren der Gemeinde Großenkneten mit unseren Anlagen vertraut gemacht und proben den Ernstfall und die Zusammenarbeit mit unserer eigenen Werkfeuerwehr regelmäßig und unter Beobachtung der zuständigen Behörden.

Alarm- und Gefahrenabwehrpläne:
Zur Bekämpfung und Begrenzung der Auswirkungen von Störfällen außerhalb des Betriebsgeländes haben die Gemeinde Großenkneten und der Landkreis Oldenburg Alarm- und Gefahrenabwehrpläne erstellt, um im Notfall angemessen reagieren zu können.

Die letzte Vorortinspektion in Großenkneten fand am 08. Dezember 2015 statt.

Unsere Broschüre mit diesen Sicherheitsinformationen finden Sie hier.

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