Fragen und Antworten

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Aus welchen Bereichen stammen die Reststoffe, die in der Reststoffbehandlungsanlage in Bellen angeliefert werden?

Die Reststoffbehandlungsanlage ist für den Geschäftsbereich Elbe-Weser geplant. Die Tanklastfahrzeuge werden aus den Bereichen Bötersen, Walsrode, Söhlingen und Dethlingen nach Bellen fahren. Dies entspricht einem Anlieferradius von maximal 60 Kilometern.

Wo und in welcher Entfernung befinden sich die zertifizierten Abfallunternehmen?

Zertifizierte Abfallunternehmen befinden sich verteilt in der gesamten Bundesrepublik, bspw. in Orten wie Leipzig (Sachsen), Bremen, Liebenau (Hessen) oder Bitterfeld (Sachsen Anhalt)

Wieviele TKW- und LKW Transporte sind zukünftig zu erwarten?

Das zukünftige Transportaufkommen wird sich nicht wesentlich zum heutigen Aufkommen ändern:

  • Antransport Reinigungswasser | 2 Fahrten / Woche
  • Abtransport Filtratwasser (flüssige Reststoffe) | 2 TKW / Monat
  • Abtransport Fässer (feste Reststoffe) | 8 LKW / Jahr
  • An-oder Abtransport Bauteile | unregelmäßig in Abhängigkeit von turnusmäßigen Wartungsarbeiten unserer Anlagen

Wie werden die zu reinigenden Anlagenteile transportiert?

Die zu reinigenden Anlagenteile werden mit einem LKW zum Betriebsplatz transportiert. Während des Transportes befinden sich kleinere Anlagenteile in einem abgeschlossenen System (Behälter), größere Anlagenteile sind mit Flanschen verschlossen, sodass keine Emissionen an die Umgebung abgegeben werden können. Erst in der geplanten geschlossenen Waschhalle wird das System geöffnet und das Bauteil gereinigt. Hierbei wird kontrolliert die Rauminnenluft abgesaugt und durch Aktivkohlefilter geleitet.

Welche festen Reststoffe befinden sich in den Fässern und in welchen Konzentrationen?

Die Zusammensetzung der festen Reststoffe in den Fässern unterliegt aufgrund unterschiedlicher, geologischer Verhältnisse der Förderbohrungen einer gewissen Schwankungsbreite. In der folgenden Darstellung wird eine Übersicht über die Zusammensetzung der festen Reststoffe gegeben. Diese festen Reststoffe werden sich nie wie in der Grafik aufgeschichtet absetzen, sondern im Fass vermischt sein. Die schematische Darstellung in Schichten dient nur der besseren Übersichtlichkeit. In dem Gemisch fester Reststoffe sind noch ca. 40% Wasser gebunden. Dieses Wasser befindet sich in den Porenzwischenräumen zwischen den Reststoffen und kann über den Filter nicht abgetrennt werden.

Der Tank für die flüssigen Reststoffe befindet sich außen neben der Halle. Welche Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen, damit keine Stoffe austreten, vorbei- oder überlaufen können?

Der Tank für das filtrierte Wasser wird doppelwandig ausgeführt und mit einer Unterdruck-Leckageüberwachung des Zwischenraums versehen. Weitere Maßnahmen im Tankinneren wie Überfüllsicherung, Unterdrucksicherung, Füllstandsmessung sowie Detonationssicherung sind Bestandteil der Sicherheitsvorkehrungen.

Welche Reststoffe gelangen nach außen in die Luft und in welchen Volumina und Konzentration?

Zum Zeitpunkt der Planungen wurden Szenarien im Auslegungszustand betrachtet, die ein Maximalaufkommen an Abluftmenge in der Reststoffbehandlungsanlage aufweisen. Eine prognostizierte Angabe hinsichtlich der Konzentration wird im Zuge des Antrags aufgezeigt. Die Prognosen zeigen, dass die Grenzwerte der TA-Luft (Technische Anleitung Luft) deutlich unterschritten werden.

Wie sind die Betriebszeiten der Anlage? Wird lediglich am Tage oder auch Nachts angeliefert, gereinigt/getrennt und abtransportiert?

Der Betrieb der Anlage findet lediglich während der Hauptbetriebszeiten des Betriebsplatzes statt. Anlieferungen jeglicher Art finden somit am Tag zwischen 06:00 Uhr und 16:00 Uhr, in Ausnahmefällen bis 22:00 Uhr statt. Transporte am Wochenende sind nicht vorgesehen.

Können andere Stoffkomponenten im Nachhinein hinzukommen?

Nein, es werden im Nachinein keine anderen Komponenten hinzukommen. Die Genehmigung wird für bestimmte Komponenten aus der Erdgas- und Erdölförderung erteilt. Sollte etwas anderes in der Anlage behandelt werden, so ist ein erneutes Genehmigungsverfahren durchzuführen.

Wird in der Reststoffbehandlungsanlage auch Lagerstättenwasser aufbereitet?

In der Reststoffbehandlungsanlage werden ausschließlich bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten anfallende Wässer aufbereitet. Es handelt sich dabei nicht um Lagerstättenwasser.

Können gefährliche Stoffe aus der Anlage in die Umwelt gelangen?

Die Behandlung der Reinigungswässer erfolgt auf versiegelten Flächen in geschlossenen Räumlichkeiten. Die Hallenumgebungsluft wird kontinuierlich überwacht und über Aktivkohle gereinigt.

Entstehen durch das Projekt neue Arbeitsplätze in der Region?

Das Projekt trägt zur Standortsicherung des Betriebes Söhlingen bei. Es werden aber keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden.

Wie stark werden die Anwohner die geplanten Arbeiten mitbekommen (Lärm, Licht, Nähe zur Bebauung, erhöhter LKW-Verkehr)?

Wie bei jedem Bauvorhaben lassen sich insbesondere während der Bauphase bestimmte Beeinträchtigungen nicht vollständig ausschließen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach Bundesimmissionschutzgesetz werden jedoch Auswirkungen auf Natur und Umwelt sowie das Wohlbefinden des Menschen geprüft. 

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