Projekt Reststoffbehandlungsanlage Söhlingen

ExxonMobil fördert im Produktionsbereich Elbe-Weser seit 35 Jahren Erdgas aus derzeit rund 47 Förderbohrungen.

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Projekt Reststoffbehandlungsanlage Söhlingen

Projektbeschreibung

Zum Erhalt der Erdgasproduktion sind an den Anlagenteilen auf den Sondenplätzen regelmäßig Wartungs- und Reinigungsarbeiten durchzuführen, bei denen Reinigungswässer anfallen. Die Reinigungswässer sollen zukünftig auf dem bestehenden Betriebsplatz in Söhlingen zentral gesammelt, aufbereitet und zur Entsorgung durch zertifizierte Abfallunternehmen bereitgestellt werden. Zu diesem Zweck beabsichtigt ExxonMobil den Neubau einer Anlage zur Behandlung von Reststoffen mit unmittelbar anschließender Bereitstellungshalle.

Bei der Wartung- und Reinigung von Anlagenteilen wie z.B. Armaturen fallen jährlich 1.800 – 2.000 m³ mit Feststoffen versetzte Reinigungswässer an. Dies entspricht im Durchschnitt zwei Tanklastwagen pro Woche.

Die Reinigungswässer bestehen aus Leitungs- bzw. Brunnenwasser, gelösten Stoffen wie z.B. Salzen, ungelösten Feststoffe wie z.B. Sand und Kohlenwasserstoffverbindungen. Je nach Ort des Anfalls können auch Schwermetalle oder natürlich vorkommende radioaktive Stoffe enthalten sein. Diese Reststoffe sind ordnungsgemäß zu entsorgen.

Die dafür zertifizierten Entsorger haben sich in der Regel jedoch soweit spezialisiert, dass sie entweder flüssige oder feste Stoffe annehmen. Zu diesem Zweck müssen die festen und flüssigen Stoffe voneinander getrennt werden. 

Reststofftrennung

Die Trennung der Reststoffe in eine flüssige und eine feste Phase erfolgt in der Reststoffbehandlungsanlage. Zunächst entleert der Tanklastwagen seinen Inhalt in einen Annahmebehälter. Die Öffnung des Tanklastwagens wird dabei von einer Manschette umschlossen, so dass ein Austreten von Stoffen nach aussen minimiert werden kann. Vom Annahmebehälter aus gelangt das Reinigungswasser über eine Fördereinrichtung auf einen mit einem Vlies ausgestatteten Bandfilter. Das Reinigungswasser läuft über den Bandfilter und wird nach dem Prinzip eines Kaffeefilters in eine flüssige und eine feste Phase aufgetrennt. Das Vlies wird zerkleinert und gemeinsam mit den an ihm haftenden Feststoffen in Fässer mit einem Volumen von 120 Litern abgefüllt. Die Fässer werden dann in die Bereitstellungshalle gebracht. Die abgetrennte flüssige Phase wird in den Filtrattank gepumpt. Die Fässer und die Flüssigkeit aus dem Filtrattank werden jeweils von einen zertifizierten Entsorger beprobt, abgeholt und entsorgt.

Die Behandlung der Reinigungswässer erfolgt ausschließlich auf versiegelten Flächen in geschlossenen Räumen. Die Abluft wird über Aktivkohle gereinigt und überwacht.

Genehmigungsverfahren

Für das Projekt wurde ein Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) durch das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als zuständige Behörde durchgeführt. In diesem Verfahren werden insbesondere Umweltschutz-, Sicherheits- und Arbeitsschutzaspekte intensiv geprüft.

Die Antragsunterlagen und der Genehmigungsbescheid sind auf der Homepage des LBEGs veröffentlicht, hier gelangen Sie zu den Dokumenten.

ExxonMobil gibt Interessierten bereits in der Planungphase von Projekten Gelegenheit, sich zu informieren und sich aktiv über Anregungen und Hinweise in die Planung einzubringen. Daher führte ExxonMobil bereits vor Antragseinreichung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit Informationsportal im Internet und einer Veranstaltung vor Ort durch.

Am 4. April 2016 fand der behördliche Erörterungstermin für das Projekt in der Mehrzweckhalle in Hemsbünde statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des LBEGs.

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