Der Weg des Öls...

Die Förderung ist ein erster Schritt auf einem langen weg, den das Öl zurücklegt, bevor es seiner endgültigen Verwendung zugeführt wird. Anwendungsbereiche für Öl gibt es zahlreiche.

 

Die Förderung ist ein erster Schritt auf einem langen weg, den das Öl zurücklegt, bevor es seiner endgültigen Verwendung zugeführt wird. Anwendungsbereiche für Öl gibt es zahlreiche.

Der Weg des Öls beginnt nach der Förderung mit der Aufbereitung des Rohöls. Dabei macht man sich zunächst die physikalische Eigenschaft zunutze, dass sich Öl und Wasser quasi von allein auf Grund ihrer unterschiedlichen Dichte voneinander trennen. Zwar besteht ungereinigtes Rohöl aus Hunderten von Substanzen, zu einem großen Teil ist jedoch Wasser darin enthalten. Als erstes werden also Wasser, Sand und Salz abgeschieden. Um die von den Raffinerien geforderte Reinheit zu erreichen, kann es in einem zweiten Schritt noch weiter gereinigt werden – beispielsweise durch elektrische Entsalzung.

Das vom Erdöl abgetrennte Wasser wird wieder in die Lagerstätten eingepresst, um dort für die Erhaltung der Druckverhältnisse zu sorgen. Das sogenannte Roherdöl ist nun bereit für den Transport zu den Raffinerien.

Transport, Verarbeitung und Lagerung

Per Pipeline, mit Tankwagen auf der Straße sowie mit Mineralölkesselwagen auf der Schiene wird das Roherdöl zu inländischen Raffinerien transportiert. Dort wird es durch Destillationsverfahren in verschiedene Produkte aufgespalten und weiterverarbeitet.

Sowohl das Reinöl als auch seine diversen Zwischen- und Fertigprodukte werden in Raffinerien sowie in raffinerieunabhängigen Tanklagern gelagert. Ein nicht unerheblicher Teil der Lagerkapazitäten entfällt auf die Bevorratung für Krisenzeiten.


Verwendung und Recycling

 

Erdöl ist ein Rohstoff-Multitalent, das in vielen Bereichen des Lebens Anwendung findet. Als Ausgangsbasis für zahlreiche Kunst- und Werkstoffe steckt es in unzähligen Alltagsgegenständen – von kleinen bunten Steckbausteinen im Kinderzimmer über Textilfasern und Kosmetika bis hin zu Verpackungsmaterialien, Autoreifen, Asphalt und sogar den Rotorblättern von Windenergieanlagen. Die Liste ließe sich nahezu endlos fortführen. Hauptsächlich wird Erdöl jedoch in Form von Benzin, Diesel, Kerosin oder Heizöl eingesetzt.

In Zeiten der Energiewende und des Kampfes gegen die Klimaerwärmung wird seine Bedeutung als Energieträger abnehmen. Gleichzeitig wird das Recycling von Kunststoff und die Herstellung leichter recycelbarer Materialien wichtiger. Erste innovative Verfahren ermöglichen heute bereits die Rückgewinnung von 100 Liter Rohöl aus 100 Kilogramm Kunststoff. Erdöl ist und bleibt ein wertvoller Rohstoff.
Die Raffinerie Miro in Karlsruhe, an der ExxonMobil beteiligt ist

Das könnte Sie auch interessieren:

Wie ist eine Erdöl-Bohrung aufgebaut?

Erdöl lagert unterirdisch in porösem Gestein, meist in Bereichen von 700 bis 2000 Metern Tiefe. Mit Hilfe modernster Technologie können Geologen, Seismologen und Petrografen die erdölführenden Schichten lokalisieren und erkunden, die sich stellenweise auch mehrlagig mit ölfreien Schichten abwechseln.

Wo fördert ExxonMobil in Deutschland Erdöl?

Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH mit Firmensitz in Hannover betreibt für die BEB Erdgas und Erdöl GmbH und die Mobil Erdgas und Erdöl GmbH vorwiegend in Norddeutschland Erdgas- und Erdölproduktionsanlagen.

Erdgas

Erdgas ist ein vielfältig einsetzbarer Energieträger und ein wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft. ExxonMobil sucht und fördert in Deutschland, ausschließlich in Niedersachsen, seit Jahrzehnten sicher und mit höchsten Umweltstandards Erdgas.