Wo fördert ExxonMobil in Deutschland Erdöl?

Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH mit Firmensitz in Hannover betreibt für die BEB Erdgas und Erdöl GmbH und die Mobil Erdgas und Erdöl GmbH vorwiegend in Norddeutschland Erdgas- und Erdölproduktionsanlagen.

 

Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH mit Firmensitz in Hannover betreibt für die BEB Erdgas und Erdöl GmbH und die Mobil Erdgas und Erdöl GmbH vorwiegend in Norddeutschland Erdgas- und Erdölproduktionsanlagen. Sie ist größter deutscher onshore Erdölproduzent und unterhält knapp 800 Fördersonden.

Erdöl aus heimischer Produktion macht zwar nur einen Anteil von wenigen Prozent des inländischen Bedarfs aus, trägt aber dazu bei, dass nicht Millionen von Euro für teure Importe ausgegeben werden müssen. Im Vergleich zu den großen Erdölproduktionsgebieten weltweit ist es in Deutschland sehr viel aufwändiger Erdöl zu fördern. Um Kosten zu verringern und im internationalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, bedient sich ExxonMobil eines modernen Prozess- und Technologiemanagements im Rahmen eines weltweit erfolgreich operierenden Unternehmens.

Nicht zuletzt das hohe Know-How der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat dazu geführt, dass Erdöl aus Deutschland dem wirtschaftlichen Vergleich auf dem Weltmarkt standhalten kann. Da die bisher bekannten heimischen Ölfelder mit den üblichen Methoden fast ausgeschöpft sind, liegt der Schwerpunkt des Unternehmens in der Optimierung der Fördermethoden um den Entölungsgrad der vorhanden Lagerstätten zu erhöhen.

Die größten deutschen Erdölvorkommen befinden sich in Norddeutschland. Davon betreibt ExxonMobil Felder im Emsland, dem Gebiet Weser-Ems und im Raum Elbe-Weser.

Erdölförderbetriebe Emsland

Schon seit 1949 wird im Emsland und in der Grafschaft Bentheim Erdöl gefördert. Eine Fördermenge von etwa 300.000 Tonnen pro Jahr ergeben die Felder Rühlermoor, Meppen-Schwefingen und Georgsdorf. Rühlermoor ist das größte von ExxonMobil betriebene Ölfeld in Deutschland mit über 300 Bohrungen. Die Felder Meppen und Georgsdorf umfassen rund 250 Bohrungen. Seit 1980 wird in diesem Gebiet das sogenannte Thermalförderverfahren angewendet, um die Fließeigenschaften des Rohöls zu verbessern und damit mehr Erdöl zu fördern. Rund 120 Kilometer Schienennetz durchziehen das Feld Rühlermoor – dort wird ebenfalls Torf abgebaut.

Erdölförderbetrieb Lastrup

Der Standort Lastrup wurde 1951 eingerichtet und ist die kleinste Betriebsstätte in Deutschland. Die Mitarbeiter betreuen 42 Förder- und 5 Einpressbohrungen in acht Ölfeldern: Hagen, Harme, Welpe, Hemmelte-West, Liener, Löningen, Löningen-West und Matrum. Die Jahresfördermenge liegt bei 18.000 Tonnen Reinöl, welches zunächst per Tanklastwagen nach Rühlermoor transportiert und danach in die Raffinerie in Lingen verpumpt wird.

Erdölförderbetrieb Barenburg

Der Standort Barenburg besteht seit 1953. Hier fließen die Erträge aus 182 Förder- und 40 Einpressbohrungen in acht Ölfeldern zusammen: Barenburg, Wehrbleck, Wehrbleck-Ost, Wietingsmoor, Groß Lessen, Sulingen, Siedenburg und Voigtei. In der Nassöl-Aufbereitungsanlage wird das Reinöl vom Salzwasser getrennt und anschließend auf Güterzüge verladen, die es zur Raffinerie nach Lingen transportieren. Die Fördermenge liegt bei 4.000 Tonnen Reinöl pro Jahr.

Erdölförderbetrieb Eldingen

In Eldingen wird seit 1949 Öl gefördert. Der Betrieb betreut 117 Förder- sowie 20 Einpressbohrungen und steht für eine Fördermenge von rund 52.000 Tonnen Reinöl jährlich. In fünf Aufbereitungsanlagen der Felder Eldingen, Hankensbüttel, Lüben, Lüben-West, Bodenteich, Nienhagen und Rühme wird das Reinöl abgetrennt, über Transportleitungen zum Tanklager in Hannover-Misburg transportiert und per Güterzug zur Raffinerie abgefahren.

Hier fördert ExxonMobil in Deutschland Erdöl.

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