Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten: Vorbereitungen für den geplanten Stillstand laufen

Autobesitzer kennen das Prozedere: In regelmäßigen Abständen muss das Kfz zum TÜV, wo geprüft wird, ob das Fahrzeug weiterhin für den Verkehr zugelassen ist. Auch Anlagen und Behälter unterliegen in Deutschland einer regelmäßigen, unabhängigen Inspektion. Bedeutet: Auch unsere Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten muss alle fünf Jahre zum TÜV. 

Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten: Vorbereitungen für den geplanten Stillstand laufen

Im Abstand von zehn Jahren müssen zudem Anlagenteile inspiziert werden, die es notwendig machen, dass die gesamte Aufbereitungsanlage abgeschaltet wird – das ist dieses Jahr der Fall: von Ende August bis Mitte Oktober.

Die Vorbereitungen dafür laufen schon seit Monaten: Einige Maschinen werden bereits vor dem eigentlichen Stillstand instandgesetzt und die ersten neuen Anlagenteile angeliefert.

Ein besonders imposantes Stück ist vergangene Woche in der Erdgasaufbereitungsanlage eingetroffen: ein rund 13 Meter großer Gas-Wärmetauscher mit einem Durchmesser von 3 Metern. Bei einem Gewicht von mehr als 100 Tonnen erfolgte der Transport auf einem speziellen fahr- und lenkbaren Tieflader. Die Auslieferung des maßgeschneiderten Wärmetauschers wurde von Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, begleitet.

Rund 13 Meter lang und 100 Tonnen schwer: der neue Gas-Wärmetauscher der Erdgasaufbereitungsanlage.
Das Ziel dieser Inspektion ist, die Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten auch in den kommenden Jahren fit zu halten und damit weiterhin einen wichtigen Beitrag für eine sichere Energieversorgung zu leisten. Trotz Corona-bedingter schwieriger Marktsituation wird ExxonMobil daher einen zweistelligen Millionenbetrag für diese Hauptwartung investieren. Während des Stillstands werden zusätzlich rund 600 Mitarbeiter/innen von beauftragten Partnern auf dem Gelände unter verschärften Corona-Bedingungen tätig sein. Um auch in diesen Zeiten ein sicheres Arbeiten gewährleisten zu können, stimmt ExxonMobil derzeit ein Sicherheits- und Gesundheitskonzept mit den zuständigen Behörden ab.