Informationen zum Tanklager Misburg

Information der Öffentlichkeit gemäß § 8a und § 11 der Störfall-Verordnung

Informationen zum Tanklager Misburg

Das nach dem Rückbau der Raffinerie Deurag-Nerag verbliebene Tanklager Misburg wird in seiner heutigen Form seit mehr als 35 Jahren betrieben. Störfälle, von denen eine Gefährdung für das Umfeld hätte ausgehen können, hat es bisher nicht gegeben. Allerdings können solche Ereignisse nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Gemäß § 8a und § 11 der Störfall-Verordnung geben wir Ihnen im Folgenden einige wichtige Informationen zur Kenntnis:

ExxonMobil Production Deutschland GmbH, Tanklager Misburg, Kreisstraße 33, 30629 Hannover, Telefon: 0511 / 641-0

Benennung und Stellung der für Informationen zuständigen Personen:

Die Aktivitäten im Tanklager Misburg erfolgen im Auftrag der Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH in Hannover durch die ExxonMobil Production Deutschland GmbH. Alle Informationen zum Tanklager Misburg, wie z.B. Aufgabe und Funktion, Absicherung und Organisation des Betriebs können beim Verantwortlichen für den Betrieb der Anlage angefragt werden.

Telefon: 0511 / 585 451

Anwendung der Störfall-Verordnung und Erfüllung der Mitteilungspflichten:

Das Tanklager Misburg unterliegt den Vorschriften der Störfall-Verordnung. Sämtliche gesetzlich geforderten Maßnahmen wurden umgesetzt, Informationen und Dokumentationen (z.B. Sicherheitsbericht gem. § 9, Informationen zum Betrieb gem. § 7 der Störfall-Verordnung) liegen dem Gewerbeaufsichtsamt Hannover als zuständiger Aufsichtsbehörde vor. Durch dieses erfolgt ebenfalls eine regelmäßige Vor-Ort-Besichtigung. Das Datum der letzten Vor-Ort-Besichtigung kann auf der Internetseite der ExxonMobil Production Deutschland GmbH eingesehen werden. Auskünfte zur Vor-Ort-Besichtigung und den entsprechenden Überwachungsplan erhalten Sie beim Gewerbeaufsichtsamt Hannover (www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de).

Art und Zweck der Anlage:

In das Tanklager wird Rohöl aus norddeutschen Fördergebieten per Pipeline eingelagert und anschließend in Eisenbahnkesselwagen verladen, um zu einer Raffinerie transportiert zu werden.

Stoffe und Zubereitungen, die einen Störfall verursachen können, und deren wesentliche Gefährlichkeitsmerkmale:

Obwohl ExxonMobil alle notwendigen Sicherheitsvor-kehrungen getroffen hat, können Brände oder die begrenzte Freisetzung gefährlicher Stoffe nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Dabei kann es zur begrenzten Freisetzung eines oder mehrerer der auf der folgenden Seite aufgeführten Gefahrstoffe kommen.

Gefährdungen bei einem Störfall einschließlich möglicher Wirkungen auf den Mensch und die Umwelt:

Roherdöl ist eine leicht entzündbare Flüssigkeit mit einem Flammpunkt unter 20 °C. Zu einer möglichen Gefährdung der Bevölkerung in der Umgebung des Tanklagers kann es durch dessen Entzündung und einer weiteren Ausbreitung eines Brandes kommen. Dabei entstehende Brandgase (Rauch) können gesundheitsschädlich sein und giftige Bestandteile enthalten. Ein weiteres Gefährlichkeits-merkmal von Rohöl ist seine Umweltgefährlichkeit für Gewässer und Boden. Aufgrund der getroffenen Sicherheitsvorkehrungen (z.B. zusätzliche Auffangräume, flüssigkeitsdichte Flächen) hätte eine hypothetische Stofffreisetzung keine Folgen außerhalb des Tanklagers.

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Warnung und fortlaufende Information über den Verlauf eines Störfalles:

Bei einem Störfall werden nach einem fest vorge-gebenem Plan die örtlichen Feuerwehren und andere externe Rettungsfunktionen und Ärzte über die zuständige Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle alarmiert und eingesetzt. Zeitgleich werden die zuständigen Behörden (Gewerbeaufsichtsamt Hannover, Stadt und Region Hannover) eingeschaltet. Die betroffene Nachbarschaft wird gegebenenfalls über Lautsprecherdurchsagen und/oder Rundfunkansagen gewarnt. Zusätzlich erfolgt eine Information über das Warn- und Informations-system KATWARN sowie die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Verhalten im Störfall:

Richten Sie sich streng nach den „Verhaltensregeln für den Fall des Falles“, die Sie auf der letzten Seite dieser Broschüre finden. Zusätzlich können Sie diese unter www.exxonmobil.de elektronisch einsehen.

Maßnahmen zur Begrenzung von Auswirkungen eines möglichen Störfalles:

Entsprechend unserer Sicherheitsphilosophie und der gesetzlichen Verpflichtungen haben wir bei ExxonMobil alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung eines Störfalles getroffen. Zur Begrenzung der Auswirkungen eines Störfalles – auch innerhalb unseres Betriebsgeländes – wurden Alarm- und Gefahrenabwehrpläne erstellt und mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Wir haben die örtliche Feuerwehr der Gemeinde Misburg mit unseren Anlagen vertraut gemacht und proben den Ernstfall und die Zusammenarbeit regelmäßig und unter Beteiligung der zuständigen Behörden.

Zur Bekämpfung und Begrenzung der Auswirkungen von Störfällen außerhalb des Betriebsgeländes hat die Stadt Hannover ihre Feuerwehr gemäß dem nieder-sächsischen Brandschutzgesetz (NBrandSchG) den örtlichen Verhältnissen entsprechend aufgestellt, um im Notfall angemessen reagieren zu können.

Einholen weiterer Informationen:

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Betriebsleitung und dem Störfallbeauftragten des Tanklagers Misburg – Telefon 0511 / 641-0.

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Die letzte vor Ort Besichtigung fand am 21. Juli 2021 statt.
Notrufnummer: 0800  36 36 222 (Unter dieser Telefonnummer sind wir jederzeit für Sie erreichbar.)