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Methan wird durch natürliche und menschengemachte Prozesse freigesetzt und ist ein wirksames Treibhausgas

Methan ist ein natürlich vorkommender Kohlenwasserstoff mit der Formel CH₄ und ist Hauptbestandteil von Erdgas. Es kann sowohl auf natürlichem Wege, etwa aus Mooren, sowie durch anthropogene Prozesse, beispielsweise in der Land- oder Abfallwirtschaft, dem Kohleabbau oder auch in der Erdgas- und Erdölindustrie, in die Atmosphäre gelangen. Der Anteil der gesamten Wertschöpfungskette der Erdgas- und Erdölindustrie an den weltweiten Methan-Emissionen beträgt etwa 12%. In Deutschland liegt dieser Anteil bei ca. 9%, davon machen Transport und Verteilung die größten Anteile aus. Im Vergleich zu CO₂ ist Methan ein ca. 25-mal stärkeres Treibhausgas (GWP100), hat jedoch mit ca. 10 Jahren eine wesentlich kürzere atmosphärische Lebensdauer als CO₂. Die Vermeidung von Methan-Emissionen liefert also einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Klimawandels.

Treibhausgasemissionen in Deutschland

Quelle: Umweltbundesamt (2020)

Heimisches Erdgas ist gegenüber Importgas vorteilhaft

Lediglich 0,3% der Methan-Emissionen der deutschen Erdgasindustrie entfallen auf die Förderung und Aufarbeitung. Besonders bei dem Import von Erdgas treten durch die lange Transport- und Verteilungskette vermehrt Methan-Emissionen auf. In der Erdgas- und Erdölproduktion wird unterschieden zwischen prozessbedingten, bewussten Freisetzungen und diffusen, unbewussten Methan-Emissionen. Diffuse Emissionen können an Dichtungen, Tanks oder Kompressoren sowie bei der unvollständigen Verbrennung zum Beispiel in Motoren auftreten. Bewusste Freisetzungen, wie z.B. das Ansprechen eines Sicherheitsventils zur Druckabsicherung, werden in der Regel einer Fackel zugeführt und verbrannt oder in seltenen Fällen direkt in die Atmosphäre geleitet. Durch das Abfackeln werden Methan-Emissionen vermieden und das beim Verbrennungsprozess entstehende schwächere Treibhausgas CO2 emittiert.

ExxonMobil investiert weltweit in technische Entwicklung & Standards

Als Produzent von Erdgas und Erdöl haben wir ein ureigenes Interesse, Methan-Emissionen zu vermeiden. Darüber hinaus haben wir uns verpflichtet, die verbleibenden Methan-Emissionen in unseren Betrieben soweit wie möglich zu reduzieren. Seit 2016 hat ExxonMobil die Methan-Emissionen unternehmensweit um mehr als 15% gesenkt und strebt eine weitere Reduzierung der Methanintensität um 40%-50% bis 2025 an. ExxonMobil ist zudem Teil der „Oil and Gas Climate Initative“, Mitglied der „The Environment Partnership“ und hat sich 2017 der Umsetzung der sogenannten „Methane Guiding Principles“ verpflichtet. Diese freiwilligen Industrieinitiativen zielen auf die Reduzierung von Methan-Emissionen, die Steigerung der Genauigkeit der Erfassung von Emissionsdaten, dem Sammeln von Erkenntnissen zu Emissionsquellen und technischen Lösungen, der Erhöhung der Transparenz und der konstruktiven Zusammenarbeit mit internationalen Instituten und Regierungen ab. Wir setzten uns intensiv für die Schaffung eines konsistenten und angemessenen Standards zur Messung von Methan-Emissionen ein und forschen an neuen technischen Möglichkeiten, Emissionen effektiver und akkurater zu lokalisieren und zu messen.

ExxonMobil reduziert Methan-Emissionen in Deutschland um 95%

In Deutschland bilanziert das Tochterunternehmen ExxonMobil Production Deutschland GmbH bereits seit 1998 Methan-Emissionen. Seitdem werden ebenfalls Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Emissionen umgesetzt. Mit den durchgeführten Maßnahmen konnten im Verlauf der vergangenen 20 Jahre gut 95% der Methan-Emissionen eingespart werden. Beispielsweise wurden in der Vergangenheit alle pneumatischen Antriebe an Verdichter- oder Messstationen durch sogenanntes Steuergas betrieben, welches vorwiegend aus Methan besteht. Mittlerweile verwenden alle Antriebe methanfreie Steuerluft oder werden elektrisch geregelt. So kann auf diesem Weg kein Methan mehr in die Atmosphäre entweichen. Die Betrachtung der Methan-Emissionen ist heute fester Bestandteil bei der Planung von Projekten und im Rahmen der regelmäßigen Analyse der bilanzierten Werte. Wir haben uns verpflichtet, auch weiterhin die Umsetzung möglicher Emissionsminderungsmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verfolgen.